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Bibliothekartag 2009: Persönlicher Rückblick

Vor genau einer Woche war der Bibliothekartag 2009 in Erfurts Messehallen noch in vollem Gange. Zeit für einen Rückblick mit ein paar persönlichen Eindrücken… Welche Sessions haben mir besonders gut gefallen? Was gibt es zu Kongressgebäude und Räumlichkeiten zu sagen? Welche Highlights erwarteten einen sonst noch in Erfurt?

Kongressgebäude / Räumlichkeiten / Firmenausstellung

Das Messegelände in Erfurt war gut zu erreichen und wirkte von seinem Äußeren und der technischen Ausstattung her insgesamt relativ neu.

Messe Erfurt

Messe Erfurt

Ein Großteil des Bibliothekartages spielte sich in zwei der großen Messehallen ab. Während fast die komplette Halle 2 für die Firmenausstellung genutzt wurde (plus zwei kleinere Vortragsräume)…

Halle 2 - hauptsächlich Firmenausstellung

Halle 2 - hauptsächlich Firmenausstellung

…hatte man in Halle 3 sehr viel Raum gelassen – dort waren drei größere Vortragsräume und ein Bereich mit ca. 30 Laptops mit kostenlosem Internetzugang für alle Teilnehmer des BibTages untergebracht worden. Continue reading

New York-Spätlese: Praktikum und Umbruchsituation an der NYPL

Immer noch schwirren mir viele Erinnerungen, Bilder und Situationen aus New York durch den Kopf. Und da ich vor Ort lange nicht über alles schreiben konnte, folgt auf die Washington-Nachlese noch eine New York-Spätlese in mehreren Teilen, angefangen beim Praktikum und der schwierigen, aber in manchen Teilen auch aussichtsreichen Situation, in der sich die New York Public Library gerade befindet…

Praktikum – Aufgaben

Über das Singer’s Journal und Leo Liepmannssohns Antiquariatskataloge konntet ihr ja schon einiges lesen. Nach diesen beiden erwartete mich mit dem Nachlass des amerikanischen Komponisten George Frederick Bristow (1825-1898) das umfangreichste von insgesamt vier Projekten. Sämtliche seiner Manuskripte waren schon in den OPAC eingearbeitet worden. Zusätzlich existierte eine Mikroverfilmung, die jedoch nur teilweise im Katalog auftauchte und darüber hinaus eine bedingt andere Reihenfolge als die physische Sammlung aufwies. Meine Aufgabe bestand nun darin, die physische Sammlung anhand der Katalogdaten mit dem Mikrofilm zu synchronisieren. Das bedeutete viele Stunden vor einem Microfilmlesegerät zu verbringen, die drei Rollen (reels) in mehreren Durchgängen zu erschließen, mit den OPAC-Daten zu vergleichen und das jeweilige Mikrofilmpendant mit dem Original zu verbinden (zunächst nur schriftlich in einer Excel-Tabelle, da der OPAC zu jener Zeit nicht bearbeitet werden konnte).

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

Ich muss gestehen, bis dahin noch nicht ein einziges Mal mit einem Mikrofilmlesegerät gearbeitet zu haben. Insofern waren erstmal Einarbeitung (komplett manuelle Bedienung bei dem Exemplar) und Gewöhnung angesagt – vor allem anfangs ging das doch ganz schön auf die Augen. Das Verfolgen des Bildausschnitts bei zu schnellem Drehen der Rolle habe ich mir jedenfalls recht schnell abgewöhnt, nachdem mir zur Mittagspause ein bisschen komisch wurde… Anfängerfehler…^^

Aber zurück zum Arbeitsablauf: Was zunächst sehr flüssig ablief, artete später in eine regelrechte Detektivarbeit aus. Continue reading

Jeff Jarvis on how to think ‘googley’

“WWGD?”… keine Angst, dabei handelt es sich nicht um das Akronym eines neuen DSDS-Verschnitts, sondern vielmehr um das jüngst erschienene Buch “What would Google do?” von Jeff Jarvis, vielen sicherlich durch sein Blog BuzzMachine bekannt. Am letzten Donnerstag stellte Jarvis die Grundgedanken dieses Buches in einer Präsentation vor, die im Hauptgebäude der New York Public Library ausschließlich für Mitarbeiter stattfand.

What would Google do?

What would Google do?

Da ich nur wenig Zeit zum Bloggen habe (WLAN funktioniert in meiner Unterkunft immer noch nicht… *argh*), beschraenke ich mich aufs Wesentliche. Fuer den Rest sei nochmal auf den Textauszug bei Amazon, die offizielle ppt und die diversen anderen Quellen verwiesen, die es im Netz schon gibt. Im ersten Teil der Praesentation arbeitete Jarvis heraus, wie das Internet und vor allem Google als “fastest growing company in the history of the world” unser Denken veraendert (hat) bzw. was das Handeln von Google und anderen wenigen Personen/Firmen so innovativ und erfolgreich macht. Dabei ging es im Grossen und Ganzen um schon bekannte Web2.0-Ansaetze… “Rooms/crowds are smart.”, “Life is a beta.”, “Wisdom of the crowd.” usw. Danach wurde es richtig interessant, denn Jarvis nahm sich nun einige Wirtschaftszweige vor und fragte sich, wie diese aussehen wuerden, wenn man sie Google-like betreiben wuerde. Das lief sehr haeufig auf eine starke Einbindung der “Nutzer” hinaus – mit vielen kleinen Anekdoten, was den ganzen Vortrag sehr kurzweilig machte. Continue reading