Tag Archives: new york

Zukunftswerkstattsvortrag bei Youtube online!

Cool, meine Präsentation bei der Zukunftswerkstatt in Erfurt ist online! Zwei andere Vorträge und der erste Teil von Fabiennes Präsentation sind auch schon verfügbar. Wenn beim Youtube-Channel der Zukunftswerkstatt alles komplett ist, weiß ich ja schon, was ich die nächsten Stunden dann machen werde… nachholen, was ich mir vor Ort nicht anhören konnte… 😉 Die folgenden drei Videos also noch als kleiner Nachtrag zum Bibliothekartag und zu der Zeit in den USA:

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New York-Spätlese: weitere Bibliotheken

Wie schon häufiger angedeutet, wimmelt es in New York nur so vor interessanten Bibliotheken. Im Folgenden will ich einen chronologischen Überblick über die Häuser geben, die ich innerhalb der sechs Wochen besucht habe, und jeweils kurz erzählen, was mich an ihnen besonders beeindruckt hat. Die Jefferson Market Branch Library habt ihr ja schon kennengelernt. Weiter geht es mit zwei architektonisch sehr interessanten Gebäuden…

Brooklyn Public Library

Als ich an einem Wochenende in Brooklyn unterwegs war, stand ich auf einmal vor diesem Monumentalbau…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…der Hauptfiliale der Brooklyn Public Library. Da Sonntag, hatte die Bibliothek leider geschlossen…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…so konnte ich nicht selbst herausfinden, ob das bombastische und leicht einschüchternde Äußere sich im Inneren des Gebäudes fortsetzt. Eine Frau jedenfalls, die gerade dabei war, Bücher in eine Rückgabebox vor dem Eingang zu werfen, meinte auf meine Nachfrage hin, dass sich hinter dieser Fassade eine ganz normal ausgestattete Public Library verbirgt. Passend dazu wirkte die Rückgabebox auch reichlich unbombastisch. ^^ Continue reading

Coney Island – schöne Vergänglichkeit, totale Ruhe… und Googles Dekadenz

Der Ausflug, den ich am Sonntag vor einer Woche spontan nach Coney Island unternommen habe, sollte eine ganz besondere Stimmung mit sich bringen. Das fing schon auf der Hinfahrt in der Subway an. Diese war nämlich für New Yorker Verhältnisse wie ausgestorben – auf dem folgenden Foto bin ich noch nicht mal in Brooklyn, sondern immer noch in Manhattan unterwegs…

Subway... leer

Man sollte für die Fahrt übrigens ein bisschen mehr Zeit mitbringen; ab Brooklyn wird aus dem Express (der nur alle paar Stationen hält) eine lokale Linie (Local), die jede Station mitnimmt. Zudem liegt Coney Island im Südosten Brooklyns relativ weit außerhalb. Da die Bahn aber relativ bald an die Oberfläche kommt, sieht man auf der Fahrt einiges von der Gegend.

Auf Coney Island angekommen, erwarten einen auf der Straße beim Bahnhof erstmal ein paar Imbisbuden und Souvenirläden… Continue reading

Die Jefferson Market Branch Library

Bevor es zu Christopher Brosius nach Brooklyn ging, hatte ich noch Gelegenheit, kurz beim Jefferson Market Courthouse vorbeizuschauen, einem ehemaligen Gerichtshof in Greenwich Village, der mittlerweile als Filiale der NYPL dient und mit seiner wunderschönen Architektur einiges hermacht.

Jefferson Market Courthouse

Jefferson Market Courthouse

1877 fertiggestellt, wurde das Jefferson Market Courthouse zu einem der zehn schönsten Gebäude des Landes gewählt. In den 1950er Jahren, als dort schon keine Prozesse mehr geführt wurden, drohte beinahe der Abriss. Continue reading

“In the Library” – Zu Besuch beim Anti-Parfumeur aus Brooklyn

 

Wenn man den Brooklyner Stadtteil Williamsburg über die Subwaystation Bedford Avenue betritt, so wie wir das am vorvergangenen Wochenende gemacht haben, bietet sich einem erstmal ein sehr angenehmes Bild… Kleinstadtatmosphäre, viele junge Leute, Kneipen und Lokale – alles in allem ziemlich gemütlich…

Kleinstadtatmosphäre
Kleinstadtatmosphäre

Keine drei Blöcke Richtung Eastriver weiter ändert sich das Bild jedoch schlagartig. Durch immer heruntergekommenere Straßenzüge laufend, landet man schließlich in einer fast ausgestorbenen, durch Graffities und verlassene Industriegebäude dominierten und dadurch eher rau wirkenden Gegend. Continue reading

Singer’s Journal – Von Metadaten und Sourkrout

Jetzt sind die ersten beiden Praktikumswochen schon zuende und ich habe immer noch nichts von meiner Hauptaufgabe dort erzählt – das will ich hiermit nachholen… Die NYPL for the Performing Arts verfügt über eine riesige und wirklich sehr interessante Kollektion. Neben Noten, Tonträgern und Musikliteratur finden sich darunter zum Beispiel auch Briefe und Nachlässe berühmter und  weniger bekannter Persönlichkeiten, Programmhefte von New Yorker und internationalen Kulturinstitutionen, eine ganze Reihe sogenannter clippings (gesammelte Zeitungsartikel u.a.) zu allen möglichen Personen und Themenbereichen, Auktions- und Antiquarskataloge, Musikhochschulvorlesungsverzeichnisse usw. Leider sind viele dieser Bestände noch nicht recherchierbar. Jetzt könnte sich ein Praktikant natürlich einfach daran machen, Teile davon in den OPAC einzuarbeiten. Jedoch ist dies gerade nicht möglich, da die beiden OPACs LEO und NYPCAT momentan auf ihre Zusammenführung im Juni vorbereitet werden und damit „Liefersperre“ für neue Katalogeinträge herrscht. Damit auf dem Gebiet trotzdem etwas passiert und man nicht bei Null anfangen muss, wenn es soweit ist, habe ich nun die Aufgabe, Word/Excel-Listen mit den „Metadaten“ einiger dieser Bestände zu erstellen. Was im ersten Moment vielleicht ein bisschen unspannend klingt (gut, es ist manchmal auch ein bisschen monoton), ist aufgrund des Inhalts der Materialien aber meistens ziemlich interessant, denn man lernt einiges über das, was man dort vor der Nase hat. Daher… darf ich vorstellen:

Singer's Journal, gebunden

Singer's Journal, gebunden

Hier sehr ihr, gebündelt, alle 60 erschienenen Ausgaben des Singer’s Journal, welches von Henry de Marsan zwischen 1870 und 1871 in New York verlegt worden ist. Der vollständige Titel lautet „Henry de Marsan’s new comic and sentimental Singer’s Journal: Containing all the most popular Songs of the day.”

Titelblatt

Titelblatt

In der ersten Ausgabe heißt es außerdem erläuternd dazu:

“EACH NUMBER will contain about FIFTY of the Newest and most Popular Songs sung in the Concert-Rooms, Theatres and Opera-Houses of the United-States and Great-Britain.”

Beim Singer’s Journal stehen ganz klar die Liedtexte im Vordergrund. – Continue reading

Wintereinbruch in New York

Gestern Nacht ist über New York der Winter eingebrochen. Als ich mich früh am Morgen auf den Weg zum Praktikum machte, hatte sich über die Stadt eine mindestens 15 cm dicke Schneeschicht gelegt. Der Schnee zeigte seine Wirkung: Autos wurden komplett eingeschneit, Fußgänger mussten zusehen, wo sie hintreten, um keine nassen Füße bekommen, und am Rand der Straßen und Bürgersteige türmten sich schon die ersten Schneeberge auf. Doch das Beeindruckenste dabei – über dem sonst so hektischen New York lag auf einmal eine Atmosphäre der Ruhe. Durch die Schneemassen zur Langsamkeit gezwungen, ließen es alle ein bisschen entspannter angehen. Vor allem der Central Park verwandelte sich in eine riesige Schneelandschaft… hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich…

vorher

vorher

nachher

nachher

Das sieht jetzt doch sehr ungemütlich aus… Continue reading

New York und das “Wow-Gefühl” des ersten Tages

Wenn man – so heißt es immer – New York das erste Mal in seinem Leben betritt, sei das ein ganz besonderer Moment, verbunden mit überwältigenden Gefühlen und einem gewissen Wow-Effekt. So saß ich denn gestern Mittag voller Vorfreude im Taxi, das mich von Newark in Richtung Manhattan brachte. Die beiden Flüge (Umsteigen in London Heathrow) waren sehr angenehm gewesen und auch die Grenzkontrolle hatte ich mir viel komplizierter vorgestellt als sie letztendlich abgelaufen war. Das Taxi war eigentlich gar kein richtiges Taxi, sondern ein Gruppenfahrservice in Form eines dicken amerikanischen Vans: Von allen drei New Yorker Flughäfen aus fahren diese blauen Super Shuttles immer gleich mehrere Personen auf einmal nach New York City und liefern diese nacheinander vor ihren Hostels und anderen Unterkünften ab. Das ist nicht nur lustiger als alleine in einem normalen Taxi zu sitzen, sondern verschafft einem gleich noch eine erste Stadtrundfahrt. Außerdem bekamen wir zur Mittagszeit einen guten Eindruck von dem zähfließenden Verkehr und der Masse an Taxis (diesmal meine ich die richtigen^^) in den Straßen der Stadt – inklusive waghalsiger Überholmanöver im Minutentakt. 😉

Doch zurück zu dem überwältigenden Gefühlen beim Einfahren in die Stadt… ich muss zugeben, dass ich davon im ersten Moment ein bisschen enttäuscht war. Natürlich freute ich mich total, als sich die Silhouetten der Wolkenkratzer nach und nach in der Ferne abzeichneten und ich von Weitem schon die ein oder andere Sehenswürdigkeit erkennen konnte. Aber irgendwie hatte ich mir das nach den ganzen Erzählungen um einiges beeindruckender vorgestellt. Im Nachhinein glaube ich, dass es an der Richtung lag, aus der ich gekommen bin. Wenn man New York nämlich über Brooklyn Bridge oder Grand Central Terminal betritt, ist das etwas ganz anderes. Davon konnte ich mich bei Letzterem am frühen Abend selbst überzeugen, denn da war es plötzlich, dieses Wow-Gefühl…

Grand Central Station

Grand Central Station

Obwohl schon seit mehr als 22 Stunden auf den Beinen und mittlerweile reichlich müde, machte ich mich von dort aus zu Fuß auf den Weg und schlenderte durch die Straßen, von dem Gefühl begeistert in New York zu sein. Und es gab bei sternklarer Nacht auch an fast jeder Ecke irgendetwas Besonderes zu sehen.

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