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New York-Spätlese: weitere Bibliotheken

Wie schon häufiger angedeutet, wimmelt es in New York nur so vor interessanten Bibliotheken. Im Folgenden will ich einen chronologischen Überblick über die Häuser geben, die ich innerhalb der sechs Wochen besucht habe, und jeweils kurz erzählen, was mich an ihnen besonders beeindruckt hat. Die Jefferson Market Branch Library habt ihr ja schon kennengelernt. Weiter geht es mit zwei architektonisch sehr interessanten Gebäuden…

Brooklyn Public Library

Als ich an einem Wochenende in Brooklyn unterwegs war, stand ich auf einmal vor diesem Monumentalbau…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…der Hauptfiliale der Brooklyn Public Library. Da Sonntag, hatte die Bibliothek leider geschlossen…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…so konnte ich nicht selbst herausfinden, ob das bombastische und leicht einschüchternde Äußere sich im Inneren des Gebäudes fortsetzt. Eine Frau jedenfalls, die gerade dabei war, Bücher in eine Rückgabebox vor dem Eingang zu werfen, meinte auf meine Nachfrage hin, dass sich hinter dieser Fassade eine ganz normal ausgestattete Public Library verbirgt. Passend dazu wirkte die Rückgabebox auch reichlich unbombastisch. ^^ Continue reading

The Global Literacy and Reading Fair

Heute vormittag habe ich meine erste Session besucht, die folgenden Titel trug:

Literacy and Reading in co-operation with the Public Libraries and Library Services to Multicultural Populations: The Global Literacy and Reading Fair: sharing good library practices in the support of the United Nations Literacy Decade 2003-2012″

Normalerweise laufen Sessions ja dermaßen ab, dass die Speaker ihre Vorträge (evtl. auf einer kleinen Bühne) halten und das Publikum im Anschluss seine Fragen stellen kann – wie man es auch von anderen Konferenzen kennt. Bei dieser Veranstaltung war jedoch einiges anders: Überall im Raum standen Tische mit Stühlen. An jedem dieser Tische präsentierte sich eines von vielen Projekten. Im Laufe der Session hatten die Besucher mehrere Male die Möglichkeit, eben wie bei einer Messe oder Firmenausstellung durch den Raum zu wandern, sich über die verschiedenen Projekte zu informieren und mit den anwesenden Projektmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Dazwischen wurden immer wieder Blöcke eingeschoben, in denen sich einzelne Projekte vorne auf der Bühne den Anwesenden in Kurzvorträgen präsentieren durften.

Literacy and Reading Fair

Literacy and Reading Fair

Dieses interaktive Konzept einer Session ist bei allen Teilnehmern hervorragend angekommen, mir persönlich hat es auch sehr gut gefallen. Ich habe innerhalb der gut vier Stunden sehr viele Projekte und die Menschen dahinter kennengelernt, u.a. einen norwegischen Bibliothekar, der als “the locker room librarian” Jugendlichen in norwegischen Fußballklubs Bücher näherbringt, eine Bibliothekarin aus Hongkong, die mir einiges über Leseförderungsprojekte und -kampagnen in China erzählt hat oder ein Bibliotheksprojekt in Ghana, aus dessen Erfolgen resultierend u.a. eine Reihe von Kinderbüchern zur Lese- und Sprachförderung entstanden ist.

My Yellow Book

My Yellow Book

In ihrem Schlusswort wies die Moderatorin noch einmal darauf hin, welche enorme Rolle Bibliotheken bei der Vermittlung von Lesekompetenz spielen. Außerdem ergänzte sie, dass man noch lange nicht am Ziel angekommen sei, sondern dass Bibliothek noch viel zu tun hätten. Dies sei aber umso besser zu verkraften, als die Arbeit in diesem Bereich viel Spaß macht. – Das hat man heute gemerkt.