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Recording of IFLA NPSIG / IAML webinar “Five Perspectives On Music Librarianship” available now

I recently had the big pleasure to co-organize and present on the webinar “Five Perspectives on Music Librarianship” which was hosted by IFLA’s New Professionals Special Interest Group (NPSIG) in collaboration with IAML, the International Association of Music Libraries, Archives, Documentation Centres. Having strong ties to both groups made this a truly special occasion for me.

Geared towards non-music librarians, the webinar offers five different angles on music librarianship that might serve as a starting-point for anybody interested to learn more about this field of our profession. At the same time, it serves as an introduction to IAML and its international community. Here is the full recording along with the list of speakers and direct links to each of their presentations:

As mentioned in the recording, this webinar is only the first of several music related activities that NPSIG is undertaking. The group is also calling for contributions to the NPSIG Music Context 2021 that will be included in a session about music in libraries at the World Library And Information Congress in Rotterdam next year.

LIBREAS-Podcast zur New Professionals Special Interest Group (IFLA)

Mein letzter Blogeintrag liegt jetzt schon eine ganze Weile zurück… Es ist aber nicht so, dass seitdem nichts Interessantes mehr passiert wäre, über das es sich zu berichten lohnte. Ganz im Gegenteil! Vor allem die Inetbib-Tagung und kurze Zeit später das BibCamp waren dieses Jahr extrem spannend und haben mir viele wichtige Impulse für meine aktuellen Projekte mitgegeben. Es fehlte allerdings immer wieder die Zeit, um darüber hier zu schreiben (zum Glück ging das nicht allen so, wie man zum Beispiel hier schön sehen kann). Meine freien Kapazitäten flossen stattdessen zu einem großen Teil in die Arbeit der New Professionals Special Interest Group (NPSIG) der IFLA, in der ich seit diesem Jahr aktiv bin. Und damit komme ich auch zum Anlass dieses Eintrags…

Anfang Mai bekamen Dierk und ich in einem LIBREAS-Podcast die schöne Gelegenheit, über Aufgaben und Ziele der NPSIG, unsere konkreten Aktivitäten innerhalb der Gruppe, New Professionals und Konferenzen im Allgemeinen und vieles andere zu reden. Seit Kurzem steht das Interview zum Nachhören und -lesen online. Da inzwischen schon über zwei Monate ins Land gezogen sind, sich die NPSIG weiterentwickelt hat und man bei solch einem Interview sowieso immer noch viel mehr hätte sagen können, gibt’s im Folgenden noch einen Kommentar bzw. Ergänzungen zu einigen Aspekten:

  • New Professionals gehören zwar häufig einer eher jüngeren Generation an, es bedeutet aber nicht zwangsläufig jung zu sein. Man denke nur an die teils größeren Altersschwankungen unter Studierenden an den Hochschulen (u. a. aufgrund von Erst-/Zweitstudium, Ausbildung/Berufserfahrung davor), die dann natürlich auch beim (erneuten) Berufseinstieg erhalten bleiben. (Noch einmal zurück zum BibCamp: Dass Technologieaffinität, Aufgeschlossenheit gegenüber “Web2.0”,  semantic web usw. häufig altersunabhängig sind und von ganz anderen Faktoren beeinflusst werden, wurde auch dort in einer der Sessions diskutiert.) Wir stürzen uns aber aus den im Interview genannten Gründen trotzdem gerade auf die junge Generation: Die IFLA ist zur Zeit vor allem auf den beruflichen Nachwuchs (und zwar wörtlich 😉 ) angewiesen. Continue reading

IFLA Headquarter und IT-Arbeitstreffen – Eindrücke aus Den Haag

Wenn ihr schon immer einmal wissen wolltet, wie es im IFLA Headquarter in Den Haag aussieht, dann werft gerne einen Blick auf diesen Bericht im Blog der New Professionals Special Interest Group. Er fasst ein sehr interessantes Arbeitstreffen zusammen, in dem es Anfang Februar darum ging, die zukünftigen Online-Angebote der IFLA mitzugestalten. Die Belange  der New Professionals wurden dabei glücklicherweise auch sehr gut berücksichtigt.

auf dem Weg ins IFLA Headquarter...

auf dem Weg ins IFLA Headquarter...

BOBCATSSS 2010 – Rückblick

In der letzten Woche ist BOBCATSSS 2010 in Parma, Italien, erfolgreich über die Bühne gegangen. Obwohl ich schon mehrere Male dabei war, hatte die Konferenz “von Studierenden für Studierende” dieses Jahr einiges Neues für mich zu bieten. Höchste Zeit also, noch einmal auf einige der Ereignisse der letzten Woche zurückzublicken…

Vorspiel – Abstecher nach Venedig

Normalerweise würde ich mich mit dem Flugzeug auf den Weg nach Italien machen. Da die Termine dafür aber etwas ungünstig lagen, entschlossen wir uns in einer größeren Gruppe von Berlinern und Potsdamern kurzerhand dazu, den Weg nach Parma mit dem Zug zurückzulegen. Die Abteile eignen sich zwar nicht besonders gut zum Schlafen, aber wir hatten viel Spaß und haben nebenbei einiges von der Strecke gesehen. Außerdem konnten wir dadurch einen Zwischenhalt in Venedig einlegen und dort fast den gesamten Sonntag verbringen.

Venedig am Morgen

Venedig am Morgen

Durch die besonderen Umstände unserer Ankunft (Sonntagmorgen um halb sechs im Januar – wer ist da normalerweise schon wach…) kamen wir in den Genuss, während der Morgendämmerung bei kaltem, klaren Wetter durch ein fasst ausgestorbenes Venedig zu spazieren – wunderschön! Ebenfalls sehr beeindruckend war später am Tag der Besuch des Dogenpalasts, dessen Inneres ich noch nicht kannte. Man glaubt beim Durchlaufen der vielen Räume für die unterschiedlichen politischen Gremien nicht, dass es immer noch prunkvoller und größer geht – bis man in den nächsten Saal tritt. 😉 Jedenfalls verschlägt es einem im Positiven Sinne mehrere Male fast den Atem aufgrund der Fülle an Details und den Dimensionen, mit denen die Macht und der Reichtum der ehemaligen Republik dargestellt werden. Dabei tauchen neben geschichtlichen Ereignissen immer wieder bestimmte religiöse Symbole und Personen auf, wie die beiden Schutzgötter Venedigs, Mars und Neptun, oder der charakteristische Markuslöwe. Am Abend ging es schließlich nach Parma weiter, wo ja am nächsten Morgen auch schon BOBCATSSS auf uns wartete…

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Convenor der IFLA New Professionals Special Interest Group

Durch Kontakte während meiner New Yorker Zeit und vor allem während der IFLA in Mailand habe ich nun die großartige Möglichkeit bekommen, die New Professionals Special Interest Group (NPSIG) für dieses Jahr als Convenor zu koordinieren!

Worum es dabei geht: Mit “New Professionals” ist eine neue Generation im LIS-Bereich gemeint, die sich gerade kurz vor dem Berufseinstieg befindet bzw. schon im Beruf steht. In der NPSIG sollen Themen diskutiert und vertreten werden, mit denen die New Professionals verstärkt konfrontiert sind: Weiterentwicklung des Berufsbilds, damit verbunden neue Kompetenzen, veränderte Stellenprofile, Tariffragen und weitere Herausforderungen wie der sogenannte “generational shift” innerhalb der Profession (“digital natives vs. digital immigrants”).

Da außerdem ein gut ausgebautes Networking und ein früher Einstieg in die LIS-Community über Konferenzen und Fachaustausche heutzutage immer wichtiger werden, geht es in der Arbeit der NPSIG vor allem auch darum, New Professionals weltweit zu vernetzen und für die aktive Teilnahme an Konferenzen und die Mitarbeit in Verbänden zu begeistern.

In der nächsten Zeit werden Dierk (neuer Information Coordinator) und ich uns nicht nur darum kümmern, die Webseite der NPSIG auf Vordermann zu bringen, es stehen mit einem Workshop bei BOBCATSSS Ende Januar und einem Arbeitstreffen in Den Haag Anfang Februar auch schon zwei sehr interessante Termine auf dem Programm. Hinzu kommt, dass ich über die Aktivitäten der NPSIG meine Magisterarbeit schreiben möchte.

Das wird auf jeden Fall eine spannende Zeit! Ich halte euch auf dem Laufenden.

Read and reap – Eine Lesekampagne aus Singapur

Hier noch schnell ein kurzer Hinweis auf eine interessante Lesekampagne, auf die ich gestern beim Überfliegen der ausgelegten Flyer im Kongressgebäude gestoßen bin… Unter dem Titel Read & reap veröffentlicht das National Library Board Singapore regelmäßige kurze Leseproben, die zum Weiterlesen anregen sollen:

Read and Reap is all about reaping the harvests of reading. It is more than just reading. It is a newly launched reading initiative by NLB that encourages the seeds of ideas to grow from reading a single literary extract from a book (of course we hope that you will pick up the book too) and from that, spark a whole new reading and sharing experience centered around reading.

Was auf der Webseite relativ unspektakulär präsentiert wird (Beispiel), gewinnt durch das spielerische Design der Flyer ungemein an Wirkung (auf die Flyer kommt es der Kampagne ja wohl auch am meisten an):

Read & reap

Read & reap

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“Not every sound disturbs librarians”: Konzertabend in der Scala

Am letzten Sonntag stand das erste große Social Event auf dem Programm. Da die Konzertsaison erst im September startet, hatte man extra für die IFLA einen Konzertabend in der Scala organisiert, was sich die Teilnehmer natürlich nicht entgehen lassen konnten. Unter dem Motto “Not every sound disturbs librarians” standen mehrere Opernarien und die “Italienische” Symphonie Nr. 4 von Mendelssohn auf dem Programm.

La Scala

La Scala

An diesem Abend hatte ich eine meiner beiden Volunteer-Schichten zu absolvieren. Continue reading

Librarians on the catwalk / Poster Session / Goethe-Empfang

Gestern konnte ich wirklich eine Menge Eindrücke und Anregungen zum Thema Library Advocacy aus den Sessions mitnehmen. Bis zum Mittag wurden im ersten Teil der Veranstaltung Librarians on the catwalk: communicating for advocacy to influence policy and practice eine Reihe von Best practices aus den unterschiedlichsten Ländern vorgestellt, so unter anderem:

Als Quintessenz aller vorgestellten Projekte formulierte die Moderatorin, dass man im Bereich Library Advocacy einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen sollte, der möglichst alle beteiligten Akteure einbezieht. In diesem Zusammenhang stelle sich jedes Mal aufs Neue die Frage, wer in einer bestimmten Umgebung diese Akteure sind und wie man die Kommunikation mit ihnen gestaltet. Einige der Projekte waren übrigens auch auf der anschließenden Poster Session vertreten, die wie auch im letzten Jahr wieder sehr gut besucht war…

Poster Session

Poster Session

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IFLA: Internet Access for all delegates – so macht das Bloggen wieder Spaß!

Was Ellen Tise gestern in ihrer Brainstorming-Session angekündigt hatte, verbreitete sich im Laufe des Tages immer weiter und wird spätestens heute morgen alle Teilnehmer der diesjährigen IFLA erreicht haben: Wir haben jetzt doch freien Zugang zum Kongress-WLAN! Wo man sich bislang einen teuren WLAN-Voucher kaufen musste und man sich zweimal überlegte, ins Netz zu gehen (geschweige denn zu bloggen), hat man jetzt wieder alle Freiheiten, die eigentlich sowieso Standard für eine IFLA-Konferenz sein sollten.

bis gestern häufiges Bild: Warten am Internet Point

bis gestern häufiges Bild: Warten am Internet Point

Kurze Rekapitulation: Die IFLA 2009 geht im wunderschönen Mailand heute in ihren fünften Tag. Die Teilnehmer haben neben den täglichen Sessions bislang schon mehrere Bibliotheksbesichtigungen, einen Opernabend in der Scala und den gestrigen Social Evening in der Altstadt Mailands hinter sich. Ich bin dieses Jahr als Volunteer mit von der Partie, spare mir also die Konferenzteilnahme von 200€, indem ich an mehreren Tagen eine Schicht als freiwilliger Helfer übernehme. Doch dazu später mehr…

Gleich geht es in die erste Session desw Tages. Ich werde mir eine Blockveranstaltung zum Thema Librarians on the catwalk: communicating for advocacy to influence policy and practice anhören. Das knüpft in einigen Punkten sicherlich auch an den Roundtable der Special Interest Group “National Organisations and International Relations” an, bei der ich gestern war. Dort diskutierte die eine Hälfte der Teilnehmer mögliche Strategien/Motivationen von Bibliotheken, sich international zu engagieren (bewusste Planung, wer aus der Bibliothek sich wie engagiert – Kosten-Nutzen-Rechnung; Kalender mit allen anstehenden Konferenzteilnahmen von Mitarbeitern; Kommunikation der mitgebrachten Erfahrungen innerhalb des Hauses über Berichte/Gespräche; Checkliste für Bibliotheken zum Thema…), während auf der anderen Seite der praktische Aspekt internationaler Bibliotheksarbeit beleuchtet wurde (best practices, Erfahrungsaustausch per Wiki…).

Heute morgen ist es mit wolkigen 21° übrigens extrem kalt. Da sind wir echt andere Temperaturen gewohnt… es ging in den letzten Tagen normalerweise locker über die 36°… 😉

IFLA 2008 – Nachlese in BuB 11/12 2008

Gerade ist das aktuelle Heft von BuB Forum Bibliothek und Information erschienen. Schwerpunkt diesmal ist ein ausführlicher Rückblick auf die IFLA 2008 unter dem Titel “Was bringt die IFLA?”, in dem verschiedene deutsche Teilnehmer über ihre persönlichen Erfahrungen mit der diesjährigen Konferenz und darüber hinaus mit der IFLA-Arbeit im Allgemeinen berichten. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, auch einen kleinen Bericht aus Newcomersicht schreiben zu dürfen (Titel “Inspirierende Gespräche und nützliche Kontakte / Unterwegs als Newcomer beim IFLA-Weltkongress 2008”). Das komplette Inhaltsverzeichnis gibt es wie immer auf der Webseite von BuB Forum. Auch wenn der Schwerpunkt sicherlich in erster Linie an diejenigen adressiert ist, die nicht in Québec dabei sein konnten oder noch keine Erfahrungen mit IFLA-Konferenzen haben, bin ich ja schon sehr auf die Artikel der anderen Teilnehmer gespannt, mit denen ich so zu tun hatte.