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lessons learned – Kanada und Québec

Kanada

Flug

  • Jetlag: nur auf dem Rückflug; Hinflug passt ganz wunderbar (als ob man bis um fünf Uhr morgens durchmacht und dann ordentlich ausschläft)

Einreise

  • scheint ganz unterschiedlich streng bzw. locker gehandhabt zu werden; ich hatte zum Beispiel überhaupt keine Schwierigkeiten bei der Einreise, andere wurden regelrecht ausgefragt und mussten lange warten.

Währung

  • eigentlich logisch… am besten schon ein paar Kanadische Dollars mitbringen (Taxi…)
  • Geld abheben kann man mit VISA und EC, macht man aber am besten mit ner SparCard – dann fallen nämlich die Gebühren weg (Grenze liegt glaube ich bei zehn Mal Abheben).
  • Umrechnen von CAD in EUR fällt ein bisschen schwer… 2:3…
  • Das kanadische Kleingeld ist verdammt unübersichtlich. 😉

Strom

  • Unbedingt einen Adapter für die kanadischen Steckdosen mitbringen!

Québec

Stadt

  • eine wirklich sehenswerte, niedliche und übersichtliche (Alt-)Stadt, die sehr viele europäische, vor allem französische Züge trägt.
  • starke Höhenunterschiede, also unbedingt auf viele Treppen, steile Straßen und den anschließenden Muskelkater einstellen ^^
  • Mittelpunkt zu jeder Tages-/Nachtzeit ist das beeindruckende Château Frontenac.
  • Die Feierlichkeiten zur 400-Jahrfeier sorgen zwar dafür, dass Québec noch voller ist als sonst, trotzdem geben sie dem Ganzen noch einen zusätzlichen Kick. – Highlight: Le Moulin à images.
  • Verlässt man den historischen Kern, findet man sich sehr schnell in einer viel amerikanischeren Umgebung wieder (vor allem in der Vorstadt).

Unterkunft

  • für Studierende nur zu empfehlen: die Apartments im Studentenwohnheim der Universität Québec (les Résidences Sainte-Hélène) – sehr zentral gelegen und vergleichsweise günstig. Man muss unter Umständen nur ein bisschen Ausstattung mitbringen.

Einkaufen

  • Preisniveau ist im Großen und Ganzen in Ordnung. Man denkt durch die höheren Dollarzahlen nur immer, dass es so schlimm ist. Es gibt allerdings einige Produkte, die wirklich zu teuer sind, zum Beispiel Tiefkühlpizza.
  • Man findet in Québec kein vernünftiges Grau- oder Schwarzbrot. Stattdessen gibt es eine Fülle von unterschiedlichen Toast-ähnlichen Weißbrotsorten. Sogar Pumpernickelbrot fühlt sich trotz der typischen Farbe verdächtig fluffig an. 😉
  • Typisch kanadische Produkte (wie schon beschrieben): Ahornsirup und Cranberries in den verschiedensten Formen und Kombinationen.
  • Es gibt eine große Auswahl an Bier, meistens in großen Dosen (bis zu 1 l) oder Glasflaschen (bis zu 1,5 l).
  • Die eingekauften Lebensmittel werden einem an der Kasse meistens gleich in Tüten gepackt, entweder vom Kassierer selbst oder von einer weiteren Hilfskraft.

Gastronomie

  • Trinkgeld und Bezahlung: Das lief die beiden Male, wo wir in einem Restaurant gegessen haben, sehr diskret ab. Trinkgeld liegt bei ca. 15 % der Tischrechnung.
  • Sehr gut gefahren sind wir mit Menüs (sechs bzw. vier Gänge). Da bekommt man gleich einen kleinen Rundumschlag und muss nicht ewig über der Karte brüten. Außerdem waren unsere auch vom Preis her in Ordnung.
  • wie auch in anderen Touristenstädten sehr beliebt: junge, gutausehende Frauen, die versuchen einen von der Straße in die Restaurants zu locken 😉
  • Poutine, eine Québecer Spezialität (Pommes mit Bratensauce und Käse überbacken), ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich habe die Hoffnung, dass es sonst besser schmeckt als bei dem Imbiss, wo ich es mir geholt habe. Es ist aber schon ganz schön fett, das Zeug… ^^
  • Ich habe in den zwei Wochen die vielen kleinen Bistros lieben gelernt. Es gab einfach nichts Besseres als sich zwischendurch irgendwo rein- oder auf die Terrasse zu setzen und bei warmem Sandwich, Kuchen und Kaffee zu entspannen.

lohnende Ausflüge

  • Lévis: gemütlicher, leicht verschlafener Ort auf der anderen Seite vom Sankt-Lorenz-Strom; das leckerste Eis überhaupt; herrliche Aussicht auf Québec; eine sehr spezielle Bibliothek
  • Montmorency Falls: beeindruckende Wasserfälle im Norden Québecs; auch bei leichtem Regen noch zu empfehlen 😉
  • Wendake: Wenn man mal etwas mehr sehen möchte als die sehr touristifizierten Indianer-Souvenirläden in Québec, sollte man nach Wendake außerhalb der Stadt fahren. Ich war selbst nicht da, habe aber gehört, dass man sehr viel und vor allem Authentisches über die Ureinwohner Kanadas erfahren kann.

Sonstiges

Blog

  • Große Erkenntnis: Ein Blog eignet sich ja für den Urlaub ganz hervorragend! Zu Hause können alle ein bisschen mitverfolgen, was man so treibt. Und wenn man zurückkommt, muss man beim Berichten nicht ganz bei Null anfangen. 😉 Nur ein bisschen Zeit muss man sich manchmal nehmen. Auf jeden Fall war dieser Urlaub die ideale Spielwiese für mich, was dieses Blog hier angeht.

Hinflug, Nachtrag

Ich bin gestern mit insgesamt drei Flügen von Berlin über Paris und Montréal nach Québec geflogen. Das war im Nachhinein eigentlich gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Gut, die Flüge hatten zwar schon einiges an Verspätung, aber da war für mich so viel Neues dabei, dass es eigentlich nicht langweilig geworden ist.

Paris - Charles de Gaulle

Paris - Charles de Gaulle

Das fing schon mit den verschiedenen Flugzeugtypen an: Auf dem ersten Abschnitt durfte ich noch in ner “normalen” Maschine für innereuropäische Flüge Platz nehmen (Air France). Von Paris aus ging es dann aber in einer richtig dicken Boeing weiter (wieder Air France) – mit zwei Etagen, drei Sitzreihen und mehreren Abschnitten. Ist schon beeindruckend, wenn man sonst nur die kleinen Flugzeuge kennt. Richtig rustikal wurde es dann von Montréal nach Québec in einer winzigen Propellermaschine (Air Canada). Ich saß in der ersten von gut zehn Reihen mit je vier Sitzen direkt neben dem Propeller. 🙂

Boeing von Paris nach Montréal

Boeing von Paris nach Montréal

Bislang bin ich von den Billigflügen, die ich sonst so buche, höchstens das häufig leicht aufgedrehte Kabinenpersonal gewohnt, aber keine Verpflegung. Auch das war gestern natürlich anders. Auf allen drei Flügen gab es was zu essen – und zwar nicht zu wenig. Vor Allem in den sieben Stunden über den Atlantik hatten wir ordentlich was zu tun. ^^ Hat mir aber alles sehr gut gefallen. Auch bei den Getränken gab es die volle Auswahl.

Ein bisschen Sorgen hatte ich mir ja wegen Jet-Lag gemacht. Aber ich fand die Konstellation gestern ganz im Gegenteil sogar sehr schick. Das Warten in Montréal auf den letzten Flieger war zwar nach mittlerweile knapp zwanzig Stunden ohne großartigen Schlaf nicht mehr so optimal – Lokalzeit 20 Uhr, also ohne Zeitverschiebung 2 Uhr – aber ich habe lange nicht mehr so gut geschlafen, sogar ausgeschlafen, und war heute schon um neun Uhr auf den Beinen und hatte war vom Tag. Also wirklich optimal so. Mal sehen, wie der Rückflug wird. 🙂

Drei erste Eindrücke von Kanada und den Leuten hier von gestern Abend in Kurzform: Cool, das man sowohl Französisch als auch (amerik.) Englisch um sich herum hört. Finde ich sehr sympathisch. – Kanadische Städte sehen von oben schonmal ganz anders aus als welche in Deutschland oder Europa: sehr viele reißbrettartig angelegte Straßenzüge und viel mehr Baseballfelder. 🙂 – Die Autos sehen irgendwie komisch aus…