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Read and reap – Eine Lesekampagne aus Singapur

Hier noch schnell ein kurzer Hinweis auf eine interessante Lesekampagne, auf die ich gestern beim Überfliegen der ausgelegten Flyer im Kongressgebäude gestoßen bin… Unter dem Titel Read & reap veröffentlicht das National Library Board Singapore regelmäßige kurze Leseproben, die zum Weiterlesen anregen sollen:

Read and Reap is all about reaping the harvests of reading. It is more than just reading. It is a newly launched reading initiative by NLB that encourages the seeds of ideas to grow from reading a single literary extract from a book (of course we hope that you will pick up the book too) and from that, spark a whole new reading and sharing experience centered around reading.

Was auf der Webseite relativ unspektakulär präsentiert wird (Beispiel), gewinnt durch das spielerische Design der Flyer ungemein an Wirkung (auf die Flyer kommt es der Kampagne ja wohl auch am meisten an):

Read & reap

Read & reap

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“Not every sound disturbs librarians”: Konzertabend in der Scala

Am letzten Sonntag stand das erste große Social Event auf dem Programm. Da die Konzertsaison erst im September startet, hatte man extra für die IFLA einen Konzertabend in der Scala organisiert, was sich die Teilnehmer natürlich nicht entgehen lassen konnten. Unter dem Motto “Not every sound disturbs librarians” standen mehrere Opernarien und die “Italienische” Symphonie Nr. 4 von Mendelssohn auf dem Programm.

La Scala

La Scala

An diesem Abend hatte ich eine meiner beiden Volunteer-Schichten zu absolvieren. Continue reading

Librarians on the catwalk / Poster Session / Goethe-Empfang

Gestern konnte ich wirklich eine Menge Eindrücke und Anregungen zum Thema Library Advocacy aus den Sessions mitnehmen. Bis zum Mittag wurden im ersten Teil der Veranstaltung Librarians on the catwalk: communicating for advocacy to influence policy and practice eine Reihe von Best practices aus den unterschiedlichsten Ländern vorgestellt, so unter anderem:

Als Quintessenz aller vorgestellten Projekte formulierte die Moderatorin, dass man im Bereich Library Advocacy einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen sollte, der möglichst alle beteiligten Akteure einbezieht. In diesem Zusammenhang stelle sich jedes Mal aufs Neue die Frage, wer in einer bestimmten Umgebung diese Akteure sind und wie man die Kommunikation mit ihnen gestaltet. Einige der Projekte waren übrigens auch auf der anschließenden Poster Session vertreten, die wie auch im letzten Jahr wieder sehr gut besucht war…

Poster Session

Poster Session

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IFLA: Internet Access for all delegates – so macht das Bloggen wieder Spaß!

Was Ellen Tise gestern in ihrer Brainstorming-Session angekündigt hatte, verbreitete sich im Laufe des Tages immer weiter und wird spätestens heute morgen alle Teilnehmer der diesjährigen IFLA erreicht haben: Wir haben jetzt doch freien Zugang zum Kongress-WLAN! Wo man sich bislang einen teuren WLAN-Voucher kaufen musste und man sich zweimal überlegte, ins Netz zu gehen (geschweige denn zu bloggen), hat man jetzt wieder alle Freiheiten, die eigentlich sowieso Standard für eine IFLA-Konferenz sein sollten.

bis gestern häufiges Bild: Warten am Internet Point

bis gestern häufiges Bild: Warten am Internet Point

Kurze Rekapitulation: Die IFLA 2009 geht im wunderschönen Mailand heute in ihren fünften Tag. Die Teilnehmer haben neben den täglichen Sessions bislang schon mehrere Bibliotheksbesichtigungen, einen Opernabend in der Scala und den gestrigen Social Evening in der Altstadt Mailands hinter sich. Ich bin dieses Jahr als Volunteer mit von der Partie, spare mir also die Konferenzteilnahme von 200€, indem ich an mehreren Tagen eine Schicht als freiwilliger Helfer übernehme. Doch dazu später mehr…

Gleich geht es in die erste Session desw Tages. Ich werde mir eine Blockveranstaltung zum Thema Librarians on the catwalk: communicating for advocacy to influence policy and practice anhören. Das knüpft in einigen Punkten sicherlich auch an den Roundtable der Special Interest Group “National Organisations and International Relations” an, bei der ich gestern war. Dort diskutierte die eine Hälfte der Teilnehmer mögliche Strategien/Motivationen von Bibliotheken, sich international zu engagieren (bewusste Planung, wer aus der Bibliothek sich wie engagiert – Kosten-Nutzen-Rechnung; Kalender mit allen anstehenden Konferenzteilnahmen von Mitarbeitern; Kommunikation der mitgebrachten Erfahrungen innerhalb des Hauses über Berichte/Gespräche; Checkliste für Bibliotheken zum Thema…), während auf der anderen Seite der praktische Aspekt internationaler Bibliotheksarbeit beleuchtet wurde (best practices, Erfahrungsaustausch per Wiki…).

Heute morgen ist es mit wolkigen 21° übrigens extrem kalt. Da sind wir echt andere Temperaturen gewohnt… es ging in den letzten Tagen normalerweise locker über die 36°… 😉

Washington-Nachlese: Sightseeing und Kulinarisches

Am Anfang war die Kirschblüte…

Mein erster Sonntag in D. C. bestand gleich aus ganz viel Sightseeing. Bei schönstem Frühlingswetter ging es zur National Mall und zum West Potomac Park, dem Areal, das  sich grob gesagt zwischen Kapitol und Lincoln Memorial erstreckt und in dem es vor Denkmälern und Erinnerungsstätten nur so wimmelt. Doch Hauptgrund für unseren Besuch war das National Cherry Blossom Festival: Jedes Jahr um diese Zeit stehen dort rund um das Tidal Basin (künstlicher See) weit über 6000 japanische Kirschbäume in voller Blüte.

cherry blossom - Blütenteppich

cherry blossom - Blütendach

Diese enorme Zahl geht zu einem Großteil auf ein Geschenk des Tokyoter Bürgermeisters an Washington D. C. aus dem Jahre 1912 zurück. Seit 1935 findet das Festival nun schon statt und zieht jährlich Massen an Menschen in die Stadt (zweitgrößtes Ereignis nach dem Independance Day). Es lohnt sich aber auch – an manchen Stellen ist das Blütendach so dicht, dass man nicht mal den Himmel sehen kann! Sieht auf der anderen Seite auch ein bisschen wie Schnee aus. Continue reading

Washington-Nachlese: Background und Praktikum

Lange ist es her… Wo ich in New York keine Internetverbindung hatte, fehlte mir in Washington angesichts wunderschönen Wetters und eines vollen Programmes einfach die Zeit zum Bloggen. Die erste Woche in Berlin musste ich mich erstmal wieder einleben. ^^ Dafür kommt jetzt in mehreren Abschnitten der große Nachbericht mit allem, was bislang warten musste… viel Spaß damit.

Background: IFLA 2008

Das Praktikum in der Library of Congress (LoC) wäre niemals zustande gekommen, hätte ich nicht im letzten Jahr am IFLA-Kongress in Québec teilgenommen. Dort saß ich während einer der interaktiven Sessions zufällig mit Jerry Mansfield (Chair der Government Libraries Section) an einem Tisch.Bei der Poster Session im Anschluss kamen wir etwas intensiver ins Gespräch, ich erzählte ihm von meinen New York-Plänen und er bot mir spontan an, zu einem weiteren Praktikum nach Washginton zu kommen.

Jerry arbeitet innerhalb der LoC im Congressional Research Service (CRS), der direkt und ausschließlich dem Kongress zur Verfügung steht. Da ich am meisten an Musikbibliotheken interessiert bin, vermittelte er mich für das Praktikum an die Musikabteilung der LoC weiter.

Jerry und ich vor dem Kapitol

Jerry und ich vor dem Kapitol

Um eine Unterkunft musste ich mich zum Glück nicht kümmern. Die zwei Wochen über kam ich bei Jerry und seiner Familie unter, die in einem großen Haus mit Terrasse und Garten in einem ruhigen Vorort von D.C. leben – nach dem eher hektischen New York mit Studentenwohnheim-Flair geradezu paradiesisch. 😉 Continue reading