Category Archives: new york

Zukunftswerkstattsvortrag bei Youtube online!

Cool, meine Präsentation bei der Zukunftswerkstatt in Erfurt ist online! Zwei andere Vorträge und der erste Teil von Fabiennes Präsentation sind auch schon verfügbar. Wenn beim Youtube-Channel der Zukunftswerkstatt alles komplett ist, weiß ich ja schon, was ich die nächsten Stunden dann machen werde… nachholen, was ich mir vor Ort nicht anhören konnte… 😉 Die folgenden drei Videos also noch als kleiner Nachtrag zum Bibliothekartag und zu der Zeit in den USA:

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Poster und Vortrag zu Praktika auf dem Bibliothekartag

Von der Vergangenheit jetzt mal zurück in die Gegenwart bzw. sogar in die Zukunft… In der kommenden Woche werde ich auf dem Bibliothekartag in Erfurt an zwei Stellen die Möglichkeit haben, über meine Zeit in den USA zu erzählen. Einerseits beim Newcomer-Treff des BIB (Mi, 03.06., 12.00-13.30 Uhr), andererseits im Rahmen einer kleinen Präsentation in der Zukunftswerkstatt (Do, 04.06., 10.00-10.30 Uhr).

Von New York City nach Washington D.C.

Poster für den Newcomer-Treff

Falls ihr euch also auch auf dem Bibliothekartag rumtreiben solltet, kommt gerne mal vorbei. Ich freue mich über Besuch und anregende Gespräche. 😉

New York-Spätlese: weitere Bibliotheken

Wie schon häufiger angedeutet, wimmelt es in New York nur so vor interessanten Bibliotheken. Im Folgenden will ich einen chronologischen Überblick über die Häuser geben, die ich innerhalb der sechs Wochen besucht habe, und jeweils kurz erzählen, was mich an ihnen besonders beeindruckt hat. Die Jefferson Market Branch Library habt ihr ja schon kennengelernt. Weiter geht es mit zwei architektonisch sehr interessanten Gebäuden…

Brooklyn Public Library

Als ich an einem Wochenende in Brooklyn unterwegs war, stand ich auf einmal vor diesem Monumentalbau…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…der Hauptfiliale der Brooklyn Public Library. Da Sonntag, hatte die Bibliothek leider geschlossen…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…so konnte ich nicht selbst herausfinden, ob das bombastische und leicht einschüchternde Äußere sich im Inneren des Gebäudes fortsetzt. Eine Frau jedenfalls, die gerade dabei war, Bücher in eine Rückgabebox vor dem Eingang zu werfen, meinte auf meine Nachfrage hin, dass sich hinter dieser Fassade eine ganz normal ausgestattete Public Library verbirgt. Passend dazu wirkte die Rückgabebox auch reichlich unbombastisch. ^^ Continue reading

New York-Spätlese: Praktikum und Umbruchsituation an der NYPL

Immer noch schwirren mir viele Erinnerungen, Bilder und Situationen aus New York durch den Kopf. Und da ich vor Ort lange nicht über alles schreiben konnte, folgt auf die Washington-Nachlese noch eine New York-Spätlese in mehreren Teilen, angefangen beim Praktikum und der schwierigen, aber in manchen Teilen auch aussichtsreichen Situation, in der sich die New York Public Library gerade befindet…

Praktikum – Aufgaben

Über das Singer’s Journal und Leo Liepmannssohns Antiquariatskataloge konntet ihr ja schon einiges lesen. Nach diesen beiden erwartete mich mit dem Nachlass des amerikanischen Komponisten George Frederick Bristow (1825-1898) das umfangreichste von insgesamt vier Projekten. Sämtliche seiner Manuskripte waren schon in den OPAC eingearbeitet worden. Zusätzlich existierte eine Mikroverfilmung, die jedoch nur teilweise im Katalog auftauchte und darüber hinaus eine bedingt andere Reihenfolge als die physische Sammlung aufwies. Meine Aufgabe bestand nun darin, die physische Sammlung anhand der Katalogdaten mit dem Mikrofilm zu synchronisieren. Das bedeutete viele Stunden vor einem Microfilmlesegerät zu verbringen, die drei Rollen (reels) in mehreren Durchgängen zu erschließen, mit den OPAC-Daten zu vergleichen und das jeweilige Mikrofilmpendant mit dem Original zu verbinden (zunächst nur schriftlich in einer Excel-Tabelle, da der OPAC zu jener Zeit nicht bearbeitet werden konnte).

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

Ich muss gestehen, bis dahin noch nicht ein einziges Mal mit einem Mikrofilmlesegerät gearbeitet zu haben. Insofern waren erstmal Einarbeitung (komplett manuelle Bedienung bei dem Exemplar) und Gewöhnung angesagt – vor allem anfangs ging das doch ganz schön auf die Augen. Das Verfolgen des Bildausschnitts bei zu schnellem Drehen der Rolle habe ich mir jedenfalls recht schnell abgewöhnt, nachdem mir zur Mittagspause ein bisschen komisch wurde… Anfängerfehler…^^

Aber zurück zum Arbeitsablauf: Was zunächst sehr flüssig ablief, artete später in eine regelrechte Detektivarbeit aus. Continue reading

Zwischenmeldung – neue Fotos

Es ist ja nicht so, dass ich hier ueber nichts weiter zu berichten haette – ganz im Gegenteil… Nur hat sich das Internet in unserer Unterkunft inzwischen leider vollstaendig verabschiedet. So kann ich nicht arbeiten… 😉 Wenigstens habe ich gerade mal wieder eine ordentliche Ladung Fotos bei flickr reingestellt. So habt ihr zumindest nen Ueberblick, was ich die letzten beiden Wochen getrieben habe. Die Reihe startet an einem sonnigen Tag im Central Park, dann kommen u.a. die Statue of Liberty, Ellis Island, Bronx und Staten Island. Am Samstag geht es fuer mich weiter nach Washington und zur Library of Congress. Dann werde ich wahrscheinlich auch wieder uneingeschraenkt ins Internet koennen. Im Anschluss gibt es natuerlich eine ausfuehrliche Nachlese – inklusive all der Dinge, ueber die ich jetzt nicht bloggen konnte.

Central Park

Central Park

Rehousing – Ein Antiquariat zieht um…

Ähnlich wie beim Singer’s Journal ging es auch in meinem zweiten Projekt u.a. darum, ganz grundsätzliche “Metadaten” (diesmal in eine Excelliste) aufzunehmen, damit diese später in den OPAC übertragen werden können.

Die LPA (Library for the Performing Arts) ist im Besitz eines großen Teils früher Auktions- und Verkaufskataloge des 1866 gegründeten Antiquariats von Leo Liepmannssohn. Ursprünglich in Paris und Berlin ansässig, erarbeitete es sich schnell einen internationalen Ruf, wobei von Anfang an ein Schwerpunkt auf Musikmanuskripte und -autographe gelegt wurde. Nach zwei Besitzerwechseln und einer Umbenennung arbeitet das Antiquariat heutzutage unter dem Namen “Otto Haas” von London aus.

Leo Liepmannssohn

Leo Liepmannssohn

“Was suchen die Kataloge eines Antiquariats eigentlich in einer Musikbibliothek?” könnte man jetzt fragen… Continue reading

Coney Island – schöne Vergänglichkeit, totale Ruhe… und Googles Dekadenz

Der Ausflug, den ich am Sonntag vor einer Woche spontan nach Coney Island unternommen habe, sollte eine ganz besondere Stimmung mit sich bringen. Das fing schon auf der Hinfahrt in der Subway an. Diese war nämlich für New Yorker Verhältnisse wie ausgestorben – auf dem folgenden Foto bin ich noch nicht mal in Brooklyn, sondern immer noch in Manhattan unterwegs…

Subway... leer

Man sollte für die Fahrt übrigens ein bisschen mehr Zeit mitbringen; ab Brooklyn wird aus dem Express (der nur alle paar Stationen hält) eine lokale Linie (Local), die jede Station mitnimmt. Zudem liegt Coney Island im Südosten Brooklyns relativ weit außerhalb. Da die Bahn aber relativ bald an die Oberfläche kommt, sieht man auf der Fahrt einiges von der Gegend.

Auf Coney Island angekommen, erwarten einen auf der Straße beim Bahnhof erstmal ein paar Imbisbuden und Souvenirläden… Continue reading

Die Jefferson Market Branch Library

Bevor es zu Christopher Brosius nach Brooklyn ging, hatte ich noch Gelegenheit, kurz beim Jefferson Market Courthouse vorbeizuschauen, einem ehemaligen Gerichtshof in Greenwich Village, der mittlerweile als Filiale der NYPL dient und mit seiner wunderschönen Architektur einiges hermacht.

Jefferson Market Courthouse

Jefferson Market Courthouse

1877 fertiggestellt, wurde das Jefferson Market Courthouse zu einem der zehn schönsten Gebäude des Landes gewählt. In den 1950er Jahren, als dort schon keine Prozesse mehr geführt wurden, drohte beinahe der Abriss. Continue reading

“In the Library” – Zu Besuch beim Anti-Parfumeur aus Brooklyn

 

Wenn man den Brooklyner Stadtteil Williamsburg über die Subwaystation Bedford Avenue betritt, so wie wir das am vorvergangenen Wochenende gemacht haben, bietet sich einem erstmal ein sehr angenehmes Bild… Kleinstadtatmosphäre, viele junge Leute, Kneipen und Lokale – alles in allem ziemlich gemütlich…

Kleinstadtatmosphäre
Kleinstadtatmosphäre

Keine drei Blöcke Richtung Eastriver weiter ändert sich das Bild jedoch schlagartig. Durch immer heruntergekommenere Straßenzüge laufend, landet man schließlich in einer fast ausgestorbenen, durch Graffities und verlassene Industriegebäude dominierten und dadurch eher rau wirkenden Gegend. Continue reading