Category Archives: bibliothek

I am the English voice of public announcements at Qatar National Library

If you visit Qatar National Library in the evening and listen closely to the public announcements before closing time, the English voice might sound familiar: it is mine. 🙂

I feel excited and honored to lend my voice to this and a couple of other announcements at QNL. Recording them in a professional studio was lots of fun (and took much more time than you probably think)!

Qatar National Library (soft) opening is finally here!

On November 7, Qatar National Library (QNL) finally opened its doors to the public. Almost four years after I moved to Doha to start working for this amazing project, this is a huge step forward and means a lot to everybody involved! Being four weeks into the soft opening now, it is great to see thousands of people from all over Qatar visiting the library, exploring our collection and services, borrowing books and using the space.

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The soft opening can be seen as an experimental phase before the grand opening in April 2018. At the moment, several departments are still finalizing procedures or receive pending parts of the collection and equipment, for example. At the same time, services can now be tested in a live environment which allows for further adjustments based on user feedback.

Of course, operating the library for the public goes along with quite a few changes in the workflow. In my team (Public Services), morning and evening shifts have been introduced both on weekdays and weekends in order to cover the Reference Desk during opening hours. With the new building in place, we can concentrate more on organizing programs and using our own facilities rather than those of other institutions around Doha. Ultimately, this gives us much more flexibility and the capacity to host more programs than before. These are just two of many examples of how the opening of the library practically impacts the daily work. It will be interesting to see how day-to-day working routines will evolve in the coming months.

I leave you with more pictures of this stunning building below which is particularly worth visiting during night time (the pictures have all been taken closely before the opening, hence no users around). For more information about QNL, have a look at the official website or its social media channels. I also recommend checking out this blog post which gives a closer look at many areas within the building.

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Ein langes Wochendende in Oxford, Stonehenge und London: Über Harry Potter, sĂŒchtig machende Fleischpasteten und jede Menge Bibliotheken

Am vergangenen Wochenende hatte ich die schöne Gelegenheit, eine Freundin in Oxford zu besuchen. Obwohl sich das Wetter mit viel Regen leider eher von seiner typisch britischen Seite zeigte, habe ich doch eine Menge Sightseeing gemacht und dabei auch die ein oder andere Bibliothek besucht. Am Sonntag und Montag war noch Zeit fĂŒr TagesausflĂŒge nach Stonehenge und London. Von dem ganzen Touristenprogramm mal abgesehen hat mich auch das Essen ziemlich begeistert, aber dazu spĂ€ter mehr… 😉

Oxford – “a bookish kind of place”

Bei dem Namen “Oxford” denken die meisten wahrscheinlich als erstes an die weltbekannte UniversitĂ€t dort und an die RivalitĂ€t dieser zur University of Cambridge. Wenn man in Oxford unterwegs ist, merkt man alleine durch das Stadtbild tatsĂ€chlich an allen Ecken und Enden, dass man sich in einer UniversitĂ€tsstadt aufhĂ€lt: Denn Studieren in Oxford heißt nicht nur, an der University of Oxford eingeschrieben zu sein, sondern gleichzeitig Mitglied an einem von insgesamt 38 Colleges zu werden, die sich alle ĂŒber die Stadt verteilen. Da diese Colleges in der Regel ĂŒber sehr viel Geld und eine Jahrhunderte alte Geschichte verfĂŒgen, residieren sie in entsprechend prunkvollen GebĂ€udekomplexen mit eigenen WohnhĂ€usern, Bibliotheken sowie durch ihren hĂ€ufig klerikalen Hintergrund auch Kirchen und KlostergĂ€ngen. Verbunden mit einer starken Tradition und vielen Ritualen aus frĂŒheren Zeiten (+ Kleidungskodex, Wappen usw.) mag einem das zwar manchmal als etwas abgehoben erscheinen – oder wie der Lonely Planet an einer Stelle augenzwinkernd kommentiert:

Oxford is a conservative, bookish kind of place where intellectual ideals are the common currency and pursuit of excellence the holy grail.

Aber auf der anderen Seite macht es auch viel Spaß, diese besondere Umgebung zu erkunden und die AtmosphĂ€re der Colleges auf sich wirken zu lassen. Normalerweise dĂŒrfen nur Studenten das GelĂ€nde und die Einrichtungen der Colleges betreten. Wenn man jedoch altersmĂ€ĂŸig nicht ganz aus dem Rahmen fĂ€llt und sich nicht allzu touristisch verhĂ€lt, kann man durchaus mal einen Blick ins Innere riskieren, ohne gleich vom Pförtner zurĂŒckgerufen zu werden… 😉

Christ Church College – Auf den Spuren von Harry Potter und Alice im Wunderland

Eines der wohlhabendsten seiner Art ist das Christ Church College, dessen riesige Anlage man gegen Eintritt sogar ganz offiziell besuchen kann. ^^ Highlights des Rundgangs sind die Christ Church Cathedral und der Speisesaal des Colleges.

Christ Church Cathedral

Christ Church Cathedral

WĂ€hrend die Kathedrale als Kirche des Bistums Oxford fungiert und das Zu Hause des berĂŒhmten Christ Church Cathedral Choir ist, kommen gerade in den letzten Jahren haufenweise Besucher, um sich die Dining Hall des Colleges anzugucken. Auf genau diese geht nĂ€mlich der Speisesaal aus Hogwarts in sĂ€mtlichen Harry Potter-Filmen zurĂŒck… Continue reading

Zukunftswerkstattsvortrag bei Youtube online!

Cool, meine PrĂ€sentation bei der Zukunftswerkstatt in Erfurt ist online! Zwei andere VortrĂ€ge und der erste Teil von Fabiennes PrĂ€sentation sind auch schon verfĂŒgbar. Wenn beim Youtube-Channel der Zukunftswerkstatt alles komplett ist, weiß ich ja schon, was ich die nĂ€chsten Stunden dann machen werde… nachholen, was ich mir vor Ort nicht anhören konnte… 😉 Die folgenden drei Videos also noch als kleiner Nachtrag zum Bibliothekartag und zu der Zeit in den USA:

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Bibliothekartag 2009: Persönlicher RĂŒckblick

Vor genau einer Woche war der Bibliothekartag 2009 in Erfurts Messehallen noch in vollem Gange. Zeit fĂŒr einen RĂŒckblick mit ein paar persönlichen EindrĂŒcken… Welche Sessions haben mir besonders gut gefallen? Was gibt es zu KongressgebĂ€ude und RĂ€umlichkeiten zu sagen? Welche Highlights erwarteten einen sonst noch in Erfurt?

KongressgebÀude / RÀumlichkeiten / Firmenausstellung

Das MessegelĂ€nde in Erfurt war gut zu erreichen und wirkte von seinem Äußeren und der technischen Ausstattung her insgesamt relativ neu.

Messe Erfurt

Messe Erfurt

Ein Großteil des Bibliothekartages spielte sich in zwei der großen Messehallen ab. WĂ€hrend fast die komplette Halle 2 fĂŒr die Firmenausstellung genutzt wurde (plus zwei kleinere VortragsrĂ€ume)…

Halle 2 - hauptsÀchlich Firmenausstellung

Halle 2 - hauptsÀchlich Firmenausstellung

…hatte man in Halle 3 sehr viel Raum gelassen – dort waren drei grĂ¶ĂŸere VortragsrĂ€ume und ein Bereich mit ca. 30 Laptops mit kostenlosem Internetzugang fĂŒr alle Teilnehmer des BibTages untergebracht worden. Continue reading

Poster und Vortrag zu Praktika auf dem Bibliothekartag

Von der Vergangenheit jetzt mal zurĂŒck in die Gegenwart bzw. sogar in die Zukunft… In der kommenden Woche werde ich auf dem Bibliothekartag in Erfurt an zwei Stellen die Möglichkeit haben, ĂŒber meine Zeit in den USA zu erzĂ€hlen. Einerseits beim Newcomer-Treff des BIB (Mi, 03.06., 12.00-13.30 Uhr), andererseits im Rahmen einer kleinen PrĂ€sentation in der Zukunftswerkstatt (Do, 04.06., 10.00-10.30 Uhr).

Von New York City nach Washington D.C.

Poster fĂŒr den Newcomer-Treff

Falls ihr euch also auch auf dem Bibliothekartag rumtreiben solltet, kommt gerne mal vorbei. Ich freue mich ĂŒber Besuch und anregende GesprĂ€che. 😉

New York-SpĂ€tlese: weitere Bibliotheken

Wie schon hĂ€ufiger angedeutet, wimmelt es in New York nur so vor interessanten Bibliotheken. Im Folgenden will ich einen chronologischen Überblick ĂŒber die HĂ€user geben, die ich innerhalb der sechs Wochen besucht habe, und jeweils kurz erzĂ€hlen, was mich an ihnen besonders beeindruckt hat. Die Jefferson Market Branch Library habt ihr ja schon kennengelernt. Weiter geht es mit zwei architektonisch sehr interessanten GebĂ€uden…

Brooklyn Public Library

Als ich an einem Wochenende in Brooklyn unterwegs war, stand ich auf einmal vor diesem Monumentalbau…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…der Hauptfiliale der Brooklyn Public Library. Da Sonntag, hatte die Bibliothek leider geschlossen…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…so konnte ich nicht selbst herausfinden, ob das bombastische und leicht einschĂŒchternde Äußere sich im Inneren des GebĂ€udes fortsetzt. Eine Frau jedenfalls, die gerade dabei war, BĂŒcher in eine RĂŒckgabebox vor dem Eingang zu werfen, meinte auf meine Nachfrage hin, dass sich hinter dieser Fassade eine ganz normal ausgestattete Public Library verbirgt. Passend dazu wirkte die RĂŒckgabebox auch reichlich unbombastisch. ^^ Continue reading

New York-SpĂ€tlese: Praktikum und Umbruchsituation an der NYPL

Immer noch schwirren mir viele Erinnerungen, Bilder und Situationen aus New York durch den Kopf. Und da ich vor Ort lange nicht ĂŒber alles schreiben konnte, folgt auf die Washington-Nachlese noch eine New York-SpĂ€tlese in mehreren Teilen, angefangen beim Praktikum und der schwierigen, aber in manchen Teilen auch aussichtsreichen Situation, in der sich die New York Public Library gerade befindet…

Praktikum – Aufgaben

Über das Singer’s Journal und Leo Liepmannssohns Antiquariatskataloge konntet ihr ja schon einiges lesen. Nach diesen beiden erwartete mich mit dem Nachlass des amerikanischen Komponisten George Frederick Bristow (1825-1898) das umfangreichste von insgesamt vier Projekten. SĂ€mtliche seiner Manuskripte waren schon in den OPAC eingearbeitet worden. ZusĂ€tzlich existierte eine Mikroverfilmung, die jedoch nur teilweise im Katalog auftauchte und darĂŒber hinaus eine bedingt andere Reihenfolge als die physische Sammlung aufwies. Meine Aufgabe bestand nun darin, die physische Sammlung anhand der Katalogdaten mit dem Mikrofilm zu synchronisieren. Das bedeutete viele Stunden vor einem MicrofilmlesegerĂ€t zu verbringen, die drei Rollen (reels) in mehreren DurchgĂ€ngen zu erschließen, mit den OPAC-Daten zu vergleichen und das jeweilige Mikrofilmpendant mit dem Original zu verbinden (zunĂ€chst nur schriftlich in einer Excel-Tabelle, da der OPAC zu jener Zeit nicht bearbeitet werden konnte).

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

Ich muss gestehen, bis dahin noch nicht ein einziges Mal mit einem MikrofilmlesegerĂ€t gearbeitet zu haben. Insofern waren erstmal Einarbeitung (komplett manuelle Bedienung bei dem Exemplar) und Gewöhnung angesagt – vor allem anfangs ging das doch ganz schön auf die Augen. Das Verfolgen des Bildausschnitts bei zu schnellem Drehen der Rolle habe ich mir jedenfalls recht schnell abgewöhnt, nachdem mir zur Mittagspause ein bisschen komisch wurde… AnfĂ€ngerfehler…^^

Aber zurĂŒck zum Arbeitsablauf: Was zunĂ€chst sehr flĂŒssig ablief, artete spĂ€ter in eine regelrechte Detektivarbeit aus. Continue reading

Washington-Nachlese: Book sale und bake-off in der Bowie Library

Eine letzte Episode noch aus Washington… Nach zwei Wochen in der Library of Congress in einem sehr wissenschaftlichen Bibliotheksumfeld gab es einen Tag vor meiner Abreise noch einmal das volle Kontrastprogramm.

Bowie Library

Bowie Library

Der Freundeskreis der Bowie Library, zu dem auch Jerry gehört, veranstaltete gleich zwei Events an diesem wunderschönen Samstag, um die Leute in die Bibliothek zu ziehen – einen Buchverkauf und einen Kuchenwettbewerb.

Friends of the Bowie Library

Friends of the Bowie Library

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Washington-Nachlese: Library of Congress – Der GebĂ€udekomplex

Die LoC verteilt sich auf drei GebĂ€ude, die allesamt nach ehemaligen PrĂ€sidenten aus der FrĂŒhzeit der Vereinigten Staaten benannt sind: Thomas Jefferson, James Madison und John Adams.

Lageplan

Die GebĂ€ude sind alle separat betretbar. Richtig interessant wird es aber ab dem ersten Untergeschoss: Denn dort erstreckt sich neben den endlosen Regalkilometern an Magazinen auch ein ausgeklĂŒgeltes Tunnelsystem, welches die BibliotheksgebĂ€ude untereinander und die LoC mit allen relevanten KongressgebĂ€uden verbindet. Das ist auch unbedingt notwendig, wenn man mal an die Unmengen von BĂŒchern und Menschen (Mitarbeiter + Besucher) denkt, die hier tĂ€glich zwischen den GebĂ€uden hin- und herwandern. FĂŒr den etwas lĂ€ngeren Weg zum Senat steht sogar eine kleine Bahn zur VerfĂŒgung. ^^ Selbst wenn es einen im tĂ€glichen Arbeitsablauf nicht direkt tangiert – spĂ€testens zur Mittagszeit muss man sich auf den Weg durch das Labyrinth machen, um zu einer der drei Mensen zu gelangen (die ĂŒbrigens ausgezeichnet sind – die eine bietet sogar Sushi an!). Besser also, wenn man als neuer Praktikant nicht alleine unterwegs ist… musste ich am dritten Tag einmal machen, hat ein bisschen lĂ€nger gedauert als geplant… 😉 Continue reading