Librarians on the catwalk / Poster Session / Goethe-Empfang

Gestern konnte ich wirklich eine Menge Eindrücke und Anregungen zum Thema Library Advocacy aus den Sessions mitnehmen. Bis zum Mittag wurden im ersten Teil der Veranstaltung Librarians on the catwalk: communicating for advocacy to influence policy and practice eine Reihe von Best practices aus den unterschiedlichsten Ländern vorgestellt, so unter anderem:

Als Quintessenz aller vorgestellten Projekte formulierte die Moderatorin, dass man im Bereich Library Advocacy einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen sollte, der möglichst alle beteiligten Akteure einbezieht. In diesem Zusammenhang stelle sich jedes Mal aufs Neue die Frage, wer in einer bestimmten Umgebung diese Akteure sind und wie man die Kommunikation mit ihnen gestaltet. Einige der Projekte waren übrigens auch auf der anschließenden Poster Session vertreten, die wie auch im letzten Jahr wieder sehr gut besucht war…

Poster Session

Poster Session

Die Nachmittagssession hatte eher einen Workshop-Charakter und knüpfte thematisch an einen Vortrag aus der Morning-Session an, der Kommunikation als bewusst eingesetztes Advocacy Tool behandelt hatte. Zunächst stand der Film “Perfecting Presentations” von Arch Lustberg im Mittelpunkt, in dem es um Vortragstechniken geht, deren richtige und falsche Anwendung sehr unterhaltsam an Mitschnitten aus häufig politischen Reden demonstriert werden – trotz der zum Teil stark ausgeprägten amerikanischen Machart sehr lohnenswert! Der beste Satz im Film übrigens: “It’s the face that helps you to make intellectual love to your audience.”😉 Eine der zentralen Aussagen Lustbergs ist, dass die Wirkung eines Vortragenden auf das Publikum ganz wesentlich davon abhängt, ob dieses ihn mag oder nicht (er spricht von ‘likeability’). In diesem Zusammenhang entwickelt er verschiedene Kategorien wie das Open Face (hier gibt es noch mehr zu sehen):

Anschließend hieß es für die Teilnehmer der Session, sich selbst an sogenannten “Elevator speeches” auszuprobieren. Man sollte sich vorstellen, im Fahrstuhl auf den Vorgesetzten oder eine andere wichtige Person zu treffen, die großen Einfluss auf die Geldmittel der eigenen Bibliothek hat. Da man in dieser Situation kaum Zeit hat rumzuschwafeln, sollte man lieber einige aussagekräftige Punkte parat haben, die derjenigen Person die Bedeutung und den Nutzen der eigenen Arbeit für die übergeordnete Institution deutlich machen. So könnte man beispielsweise auf ein gerade abgeschlossenes Pilotprojekt und das positive Feedback der Nutzer verweisen. Oder man erläutert einen speziellen Service der Bibliothek, der der gegenüberstehenden Person unmittelbar zugute kommt. Die Möglichkeiten einer “Elevator speech” sind vielfältig. Man sollte darauf achten, sich nicht zu umständlich auszudrücken und möglichst mehrere Varianten für verschiedene Personen (Chef, Politiker…) abrufbereit zu haben. Eine der Diskussionsgruppen verwies darüber hinaus auch auf mögliche Unterschiede zwischen bestimmten Kulturen, die sich auf den Inhalt und den Ablauf einer solchen Situation auswirken könnten.

eine der Diskussionsgruppen stellt Ergebnisse vor

eine der Diskussionsgruppen stellt Ergebnisse vor

Nach einem ereignisreichen Tag in den auf Winterzeit klimatisierten Messehallen konnten die deutschen IFLA-Teilnehmer (und viele internationale Gäste) den Abend beim Empfang des Goethe-Instituts im Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia Leonardo da Vinci entspannt ausklingen lassen. Nach einigen Ansprachen, insbesondere einer Dankesrede an Frau Lux für ihre erfolgreiche IFLA-Präsidentschaft, stürzten sich die Anwesenden auf das Buffet – eigentlich kein Wunder, wo doch das Essen über den Konferenztag verteilt meistens ein bisschen zu kurz kommt. Aber wenn ich mich dann an solch einem Buffet austoben kann, nehme ich den hängenden Magen davor liebend gerne in Kauf…😉

einfach lecker

einfach lecker

One thought on “Librarians on the catwalk / Poster Session / Goethe-Empfang

  1. dieter.meer

    Ja, das Abendessen vom Goethe Institute war super lecker. Eine schöne Mischung aus gesunden italienischen Gerichten und heimatlichen Gefühlen auslösenden Weißwürsten (für die Bayern unter uns zumindest). Und als Nachspeise gabs noch erfrischendes Eis. Es war wirklich heiß in dem Museum. Nachdem wir dann aus dem Museum rausgeworfen wurden gings noch in eine kleine Bar und auf dem Weg nach hause hats geregnet.

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