Washington-Nachlese: Book sale und bake-off in der Bowie Library

Eine letzte Episode noch aus Washington… Nach zwei Wochen in der Library of Congress in einem sehr wissenschaftlichen Bibliotheksumfeld gab es einen Tag vor meiner Abreise noch einmal das volle Kontrastprogramm.

Bowie Library

Bowie Library

Der Freundeskreis der Bowie Library, zu dem auch Jerry gehört, veranstaltete gleich zwei Events an diesem wunderschönen Samstag, um die Leute in die Bibliothek zu ziehen – einen Buchverkauf und einen Kuchenwettbewerb.

Friends of the Bowie Library

Friends of the Bowie Library

Book sale

Seit Jahren schon findet jeden Frühling ein großer Buchverkauf vor den Toren der Bowie Library statt, bei dem neben CDs und DVDs Massen gespendeter Bücher extrem günstig verscherbelt werden (paperbacks ab 50 cents). Außerdem waren in diesem Jahr selbstgebackene Kuchen, ein paar Topfpflanzen und Schminken für Kinder im Angebot.

letzte Vorbereitungen

letzte Vorbereitungen

Um halb acht morgens trudelten die ersten freiwilligen Helfer ein, allesamt Mitglieder des Freundeskreises, viele von ihnen ausschließlich beim Buchverkauf aktiv. Dann hieß es Tische aufstellen, Bücherkisten rausschleppen und die Bücher nach Themenbereichen aufgeteilt über die Fläche verteilen. Zur Orientierung wurden Preislisten und Sachgebiete ausgehängt – ansonsten hätte man sich wirklich leicht nen Wolf gesucht…

Infos

Infos

Zusätzlich zur Belletristikabteilung, die nicht überraschend am breitesten aufgestellt war (mit Sonderkategorien von “SciFi” und “Thriller” bis hin zu “Norah Roberts”😉 ), konnte man in allen möglichen Sparten sein Glück auf dem Grabbeltisch versuchen (Geschichte, Recht, Kochen, Gesundheit, Sport usw.).

jede Menge Bücher

jede Menge Bücher

Nach einem ersten Ansturm von einigen privaten Buchhändlern, die wirklich karrenweise zum Wiederverkauf mitnahmen, ging der Verkauf in einen normalen Betrieb über.

großer Andrang

großer Andrang

Bei bestem Frühlingswetter stöberten die Leute nach Herzenslust bis in den Nachmittag hinein…

...bei bestem Sommerwetter

bestes Frühlingswetter

…was natürlich auch beim Freundeskreis für gute Laune sorgte. In inzwischen fast zwanzig Jahren Buchverkauf ist die Veranstaltung zum Glück noch nie ins Wasser gefallen.

gute Laune

gute Laune

Am Ende des Tages war ein großer Teil der Bücher verkauft worden. Die Reste, die es jedes Jahr gibt, werden in dem bibliothekseigenen Bookshop zu ähnlich günstigen Preisen angeboten. Das bei diesem Buchverkauf eingenommene Geld wandert in den Topf des Freundeskreises und kommt der Bibliothek an vielen Ecken und Enden zugute – in Form eines zusätzlichen Regales, neuem Spielzeug für die Kinderabteilung oder Plakataufstellern für den Eingangsbereich. Wenn man sich das bei einem Gang durch das Bibliotheksgebäude mal alles vor Augen führt, wird schnell deutlich, wie wichtig und hilfreich die Unterstützung von Freundeskreisen heutzutage für öffentliche Bibliotheken ist… ganz abgesehen von der Anziehungskraft eines Events wie dem folgenden…

“Devour a book! – An edible books bake-off”

In der Mittagszeit ging es im Auditorium der Bibliothek an den Kuchenwettbewerb, der in diesem Jahr im Rahmen der National Library Week zum zweiten Mal unter dem Motto “Devour a book!” (= Verschlinge ein Buch!) stattfand. ^^ Ziel des Wettbewerbs ist es, Torten einzureichen, die äußerlich irgendeinen Bezug zum Inhalt oder zur Gestaltung eines Buches haben. Dabei werden die Teilnehmer in “Erwachsene”, “Jugendliche” und “Kinder/Familien” eingeteilt.

Präsentationsfläche

Präsentationsfläche

Nach zwei Stunden, in denen alle Teilnehmer ihre Kunstwerke bei der Bibliothek vorbeibringen konnten, machte sich eine Jury – bestehend aus Mitarbeitern der Bibliothek, Mitgliedern des Freundeskreises und einer professionellen Konditorin – daran, die schönsten und originellsten Kreationen aus rund 30 Torten auszuwählen. Es wurden nicht nur Preise in den drei Kategorien “Adult”, “Teen” und “Child/Family” vergeben, sondern auch noch die beste Interpretation eines Buches, die beste Repräsentation eines Covers und sechs weitere besonders gut gelungene Werke ausgezeichnet. Und die Jury hat es sich wirklich nicht leicht gemacht…😉 Hier mal einige der ausgefallenen Torten, die auch alle (berechtigterweise) einen Preis bekommen haben…

The king, the mice and the cheese

The King, the Mice and the Cheese

(den Titel habe ich gerade nicht mehr parat)

The Duchess bakes a Cake

The Clique

The Clique

Sweet 16

Sweet 16

Kiki Strike - Inside the Shadow City

Kiki Strike - Inside the Shadow City

Holes (ja, mit echten Löchern...^^)

Holes (ja, mit echten Löchern...^^)

(den Titel habe ich nicht mehr parat)

(den Titel habe ich nicht mehr parat)

Nicht übel, oder? So sehen übrigens die Gewinner aus, die sich neben einer Urkunde passenderweise über eine Tortenplatte und Kochschürzen freuen durften (der Preis in der Kategorie “Adult” ging an die einzige von einem Erwachsenen eingereichte und zugegebenermaßen ziemlich hässliche Torte… vielleicht ändert man da im nächsten Jahr die Kategorien mal ein bisschen😉 ) …

And the winners are...

And the winners are...

Da die ganzen schönen Torten leider nicht zum Verzehr vor Ort bestimmt waren (nach mehreren Stunden Begutachtung von allen Seiten hätte ich da auch nicht wirklich Lust drauf gehabt…), hatte sich der Freundeskreis im Vorfeld glücklicherweise um zwei ziemlich große, essbare Alternativen gekümmert…

Snack

Snack

…auf die sich die Anwesenden nach der Preisverleihung auch gleich stürzten.

Kuchen für alle

Kuchen für alle

Eine besonders gut aussehendes Exemplar kam dann doch noch unters Messer: Die Konditorin hatte außer Konkurrenz eine Mandeltorte in Form einer Wassermelone kreiert – so etwas Leckeres habe ich schon lange nicht mehr gegessen! Und um den teilnehmenden anderen Meisterwerken in nichts nachzustehen, wurde von der Bibliothek aus noch das passende Buch beigesteuert. ^^

Watermelon Day

Watermelon Day

One thought on “Washington-Nachlese: Book sale und bake-off in der Bowie Library

  1. Christine Wellems

    Was für eine schöne Idee, Torten nach Büchern zu backen! Darauf muss man erst einmal kommen.

    Ich bin sicher, dass dies ein gelungenes Fest für die Bowie Library war.

    Reply

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