Monthly Archives: May 2009

Poster und Vortrag zu Praktika auf dem Bibliothekartag

Von der Vergangenheit jetzt mal zurück in die Gegenwart bzw. sogar in die Zukunft… In der kommenden Woche werde ich auf dem Bibliothekartag in Erfurt an zwei Stellen die Möglichkeit haben, über meine Zeit in den USA zu erzählen. Einerseits beim Newcomer-Treff des BIB (Mi, 03.06., 12.00-13.30 Uhr), andererseits im Rahmen einer kleinen Präsentation in der Zukunftswerkstatt (Do, 04.06., 10.00-10.30 Uhr).

Von New York City nach Washington D.C.

Poster für den Newcomer-Treff

Falls ihr euch also auch auf dem Bibliothekartag rumtreiben solltet, kommt gerne mal vorbei. Ich freue mich über Besuch und anregende Gespräche. 😉

New York-Spätlese: weitere Bibliotheken

Wie schon häufiger angedeutet, wimmelt es in New York nur so vor interessanten Bibliotheken. Im Folgenden will ich einen chronologischen Überblick über die Häuser geben, die ich innerhalb der sechs Wochen besucht habe, und jeweils kurz erzählen, was mich an ihnen besonders beeindruckt hat. Die Jefferson Market Branch Library habt ihr ja schon kennengelernt. Weiter geht es mit zwei architektonisch sehr interessanten Gebäuden…

Brooklyn Public Library

Als ich an einem Wochenende in Brooklyn unterwegs war, stand ich auf einmal vor diesem Monumentalbau…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…der Hauptfiliale der Brooklyn Public Library. Da Sonntag, hatte die Bibliothek leider geschlossen…

Brooklyn Public Library

Brooklyn Public Library

…so konnte ich nicht selbst herausfinden, ob das bombastische und leicht einschüchternde Äußere sich im Inneren des Gebäudes fortsetzt. Eine Frau jedenfalls, die gerade dabei war, Bücher in eine Rückgabebox vor dem Eingang zu werfen, meinte auf meine Nachfrage hin, dass sich hinter dieser Fassade eine ganz normal ausgestattete Public Library verbirgt. Passend dazu wirkte die Rückgabebox auch reichlich unbombastisch. ^^ Continue reading

New York-Spätlese: Praktikum und Umbruchsituation an der NYPL

Immer noch schwirren mir viele Erinnerungen, Bilder und Situationen aus New York durch den Kopf. Und da ich vor Ort lange nicht über alles schreiben konnte, folgt auf die Washington-Nachlese noch eine New York-Spätlese in mehreren Teilen, angefangen beim Praktikum und der schwierigen, aber in manchen Teilen auch aussichtsreichen Situation, in der sich die New York Public Library gerade befindet…

Praktikum – Aufgaben

Über das Singer’s Journal und Leo Liepmannssohns Antiquariatskataloge konntet ihr ja schon einiges lesen. Nach diesen beiden erwartete mich mit dem Nachlass des amerikanischen Komponisten George Frederick Bristow (1825-1898) das umfangreichste von insgesamt vier Projekten. Sämtliche seiner Manuskripte waren schon in den OPAC eingearbeitet worden. Zusätzlich existierte eine Mikroverfilmung, die jedoch nur teilweise im Katalog auftauchte und darüber hinaus eine bedingt andere Reihenfolge als die physische Sammlung aufwies. Meine Aufgabe bestand nun darin, die physische Sammlung anhand der Katalogdaten mit dem Mikrofilm zu synchronisieren. Das bedeutete viele Stunden vor einem Microfilmlesegerät zu verbringen, die drei Rollen (reels) in mehreren Durchgängen zu erschließen, mit den OPAC-Daten zu vergleichen und das jeweilige Mikrofilmpendant mit dem Original zu verbinden (zunächst nur schriftlich in einer Excel-Tabelle, da der OPAC zu jener Zeit nicht bearbeitet werden konnte).

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

George Frederick Bristow auf Mikrofilm

Ich muss gestehen, bis dahin noch nicht ein einziges Mal mit einem Mikrofilmlesegerät gearbeitet zu haben. Insofern waren erstmal Einarbeitung (komplett manuelle Bedienung bei dem Exemplar) und Gewöhnung angesagt – vor allem anfangs ging das doch ganz schön auf die Augen. Das Verfolgen des Bildausschnitts bei zu schnellem Drehen der Rolle habe ich mir jedenfalls recht schnell abgewöhnt, nachdem mir zur Mittagspause ein bisschen komisch wurde… Anfängerfehler…^^

Aber zurück zum Arbeitsablauf: Was zunächst sehr flüssig ablief, artete später in eine regelrechte Detektivarbeit aus. Continue reading

Washington-Nachlese: Book sale und bake-off in der Bowie Library

Eine letzte Episode noch aus Washington… Nach zwei Wochen in der Library of Congress in einem sehr wissenschaftlichen Bibliotheksumfeld gab es einen Tag vor meiner Abreise noch einmal das volle Kontrastprogramm.

Bowie Library

Bowie Library

Der Freundeskreis der Bowie Library, zu dem auch Jerry gehört, veranstaltete gleich zwei Events an diesem wunderschönen Samstag, um die Leute in die Bibliothek zu ziehen – einen Buchverkauf und einen Kuchenwettbewerb.

Friends of the Bowie Library

Friends of the Bowie Library

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Washington-Nachlese: Sightseeing und Kulinarisches

Am Anfang war die Kirschblüte…

Mein erster Sonntag in D. C. bestand gleich aus ganz viel Sightseeing. Bei schönstem Frühlingswetter ging es zur National Mall und zum West Potomac Park, dem Areal, das  sich grob gesagt zwischen Kapitol und Lincoln Memorial erstreckt und in dem es vor Denkmälern und Erinnerungsstätten nur so wimmelt. Doch Hauptgrund für unseren Besuch war das National Cherry Blossom Festival: Jedes Jahr um diese Zeit stehen dort rund um das Tidal Basin (künstlicher See) weit über 6000 japanische Kirschbäume in voller Blüte.

cherry blossom - Blütenteppich

cherry blossom - Blütendach

Diese enorme Zahl geht zu einem Großteil auf ein Geschenk des Tokyoter Bürgermeisters an Washington D. C. aus dem Jahre 1912 zurück. Seit 1935 findet das Festival nun schon statt und zieht jährlich Massen an Menschen in die Stadt (zweitgrößtes Ereignis nach dem Independance Day). Es lohnt sich aber auch – an manchen Stellen ist das Blütendach so dicht, dass man nicht mal den Himmel sehen kann! Sieht auf der anderen Seite auch ein bisschen wie Schnee aus. Continue reading

Washington-Nachlese: Library of Congress – Der Gebäudekomplex

Die LoC verteilt sich auf drei Gebäude, die allesamt nach ehemaligen Präsidenten aus der Frühzeit der Vereinigten Staaten benannt sind: Thomas Jefferson, James Madison und John Adams.

Lageplan

Die Gebäude sind alle separat betretbar. Richtig interessant wird es aber ab dem ersten Untergeschoss: Denn dort erstreckt sich neben den endlosen Regalkilometern an Magazinen auch ein ausgeklügeltes Tunnelsystem, welches die Bibliotheksgebäude untereinander und die LoC mit allen relevanten Kongressgebäuden verbindet. Das ist auch unbedingt notwendig, wenn man mal an die Unmengen von Büchern und Menschen (Mitarbeiter + Besucher) denkt, die hier täglich zwischen den Gebäuden hin- und herwandern. Für den etwas längeren Weg zum Senat steht sogar eine kleine Bahn zur Verfügung. ^^ Selbst wenn es einen im täglichen Arbeitsablauf nicht direkt tangiert – spätestens zur Mittagszeit muss man sich auf den Weg durch das Labyrinth machen, um zu einer der drei Mensen zu gelangen (die übrigens ausgezeichnet sind – die eine bietet sogar Sushi an!). Besser also, wenn man als neuer Praktikant nicht alleine unterwegs ist… musste ich am dritten Tag einmal machen, hat ein bisschen länger gedauert als geplant… 😉 Continue reading