New York und das “Wow-Gefühl” des ersten Tages

Wenn man – so heißt es immer – New York das erste Mal in seinem Leben betritt, sei das ein ganz besonderer Moment, verbunden mit überwältigenden Gefühlen und einem gewissen Wow-Effekt. So saß ich denn gestern Mittag voller Vorfreude im Taxi, das mich von Newark in Richtung Manhattan brachte. Die beiden Flüge (Umsteigen in London Heathrow) waren sehr angenehm gewesen und auch die Grenzkontrolle hatte ich mir viel komplizierter vorgestellt als sie letztendlich abgelaufen war. Das Taxi war eigentlich gar kein richtiges Taxi, sondern ein Gruppenfahrservice in Form eines dicken amerikanischen Vans: Von allen drei New Yorker Flughäfen aus fahren diese blauen Super Shuttles immer gleich mehrere Personen auf einmal nach New York City und liefern diese nacheinander vor ihren Hostels und anderen Unterkünften ab. Das ist nicht nur lustiger als alleine in einem normalen Taxi zu sitzen, sondern verschafft einem gleich noch eine erste Stadtrundfahrt. Außerdem bekamen wir zur Mittagszeit einen guten Eindruck von dem zähfließenden Verkehr und der Masse an Taxis (diesmal meine ich die richtigen^^) in den Straßen der Stadt – inklusive waghalsiger Überholmanöver im Minutentakt.😉

Doch zurück zu dem überwältigenden Gefühlen beim Einfahren in die Stadt… ich muss zugeben, dass ich davon im ersten Moment ein bisschen enttäuscht war. Natürlich freute ich mich total, als sich die Silhouetten der Wolkenkratzer nach und nach in der Ferne abzeichneten und ich von Weitem schon die ein oder andere Sehenswürdigkeit erkennen konnte. Aber irgendwie hatte ich mir das nach den ganzen Erzählungen um einiges beeindruckender vorgestellt. Im Nachhinein glaube ich, dass es an der Richtung lag, aus der ich gekommen bin. Wenn man New York nämlich über Brooklyn Bridge oder Grand Central Terminal betritt, ist das etwas ganz anderes. Davon konnte ich mich bei Letzterem am frühen Abend selbst überzeugen, denn da war es plötzlich, dieses Wow-Gefühl…

Grand Central Station

Grand Central Station

Obwohl schon seit mehr als 22 Stunden auf den Beinen und mittlerweile reichlich müde, machte ich mich von dort aus zu Fuß auf den Weg und schlenderte durch die Straßen, von dem Gefühl begeistert in New York zu sein. Und es gab bei sternklarer Nacht auch an fast jeder Ecke irgendetwas Besonderes zu sehen.

Grand Central Terminal & Chrysler Building

Grand Central Terminal & Chrysler Building

Vom Bahnhof aus mit dem Chrysler Building in unmittelbarer Nähe ging es über die New York Public Library und das Empire State Building in Richtung Times Square, der an einem solchen Samstagabend natürlich besonders belebt war. Unglaublich, wieviel Licht dort durch Reklamen, Musical- und Filmplakate gebündelt wird. Man steht nur da und ist überwältigt…

Times Square

Times Square

riesige Musicalauswahl

Auch sehr gut für Leute, die sich nicht entscheiden können...😉

Nach so viel Licht und Farbe tat es ganz gut, eine halbe Stunde später und einige Straßenzüge weiter vor dem Rockefeller Center mit seiner schlichten Eleganz zu stehen…

Rockefeller Center

Rockefeller Center

Inzwischen war es schon nach zehn. Daher machte ich mich mit der U-Bahn langsam auf den Weg Richtung Upper East Side und Kolping House – zwar total erschöpft vom Tag, aber glücklich über die Fülle von Eindrücken und mein Wow-Gefühl… jenes, welchen jeden Besucher irgendwann befällt, der New York zum ersten Mal betritt.

5 thoughts on “New York und das “Wow-Gefühl” des ersten Tages

  1. Christine Wellems

    An die Sammeltaxen von Newark nach N.Y.City erinnere ich mich noch gut von einer Reise in den neunziger Jahren. Ich war damals im Chelsea Hotel, ein interessantes Quartier und damals ein legendäres Hotel mit Künstler-Vergangenheit und ein wenig Künstler- Gegenwart. Damals habe ich den ersten Coffee-Shop meines Lebens gesehen – in New York, in Deutschland gab es noch keine.

    Viel Spass und frohes Schaffen!

    Christine Wellems

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  2. Jörg Janson

    Toller Bericht, aber um die Reise mit nicht gewollten Überaschungen zu trüben, kann ich Blue Shuttle New York nicht empfehlen. Der Service ist mehr als schlecht und die Abholung, obwohl vorbezahlt, klappte nicht, so das noch einmal 65 $ extra für ein Taxi fällig waren. Am Telefon nur Ausreden, keine Erstattung und um den Flug zu bekommen, blieb nur das Taxi.

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    1. sebastianwilke Post author

      Es ist natürlich ärgerlich, wenn der bestellte Fahrer nicht kommt. Ich habe allerdings nur gute Erfahrungen damit gemacht, ebenso zwei Freunde, die mich in NY besucht haben und auf beiden Strecken mit nem Super Shuttle gefahren sind. Das einzige, was mir dabei aufgefallen ist: Man ist unter Umständen sehr lange unterwegs, wenn man als letzter der Gruppe abgesetzt wird. Ist mir aber zum Glück nicht so gegangen – und bis zu einem gewissen Grad ist die Stadttour ja sogar recht unterhaltsam…😉

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  3. stormchaser84

    Bin grade über diesen Bericht gestolpert. Mein WOW-Gefühl habe ich hoffentlich in 2 Wochen. Dann darf ich nämlich das erste Mal nach New York!
    P.S.: Wir werden das Taxi nehmen😉

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