Monthly Archives: August 2008

lessons learned – IFLA

Registration

  • verlief total unkompliziert
  • Auch wenn es mittlerweile vielleicht Standard ist: Das Programm im Taschenformat hat mir gut gefallen.

Standing Committees

  • Der interessanteste Part fĂŒr mich, weil ich bei den Standing Committees einen direkten Einblick in die IFLA-Arbeit verschiedener Sektionen bekommen konnte.

Was mir besonders aufgefallen ist

  • Standing Committees sind immer auf (institutioneller) Mitgliedersuche. 😉
  • In allen drei Sitzungen spielten natĂŒrlich auch die finanziellen Mittel der Sektionen jeweils eine Rolle, die aber interessanterweise nur unterschiedlich stark ausgeschöpft werden.
  • Die Neustrukturierung der IFLA divisions war ein großes Thema, dabei besonders die Fragen nach der zukĂŒnftigen Einordnung der Sektionen ins Ganze und nach möglichen Kooperation mit anderen Sektionen. Es war innerhalb der Diskussionen nicht ganz klar, ob das zukĂŒnftige Schema eher als Kooperationsbremse wirkt oder die bisherige Freiheit nicht einschrĂ€nkt.
  • Wie schon angedeutet: Die Kooperation mit anderen Sektionen scheint sehr erwĂŒnscht zu sein.
  • Die Standing Committees sind vor allem auf der Suche nach Nachwuchs.
  • Durch eine angenehme AtmosphĂ€re ist die Hemmschwelle zum Mitmachen auch als Observer sehr niedrig.
  • Man kommt zwar so schon gut ins GesprĂ€ch, viel besser dazu eignen sich aber bestimmt die zusĂ€tzlichen Treffen der Standing Committees abseits des Konferenzgeschehens (Abendessen usw.). Ich konnte durch meine ErkĂ€ltung leider an keinem teilnehmen.

Sessions

  • Die eher unkonventionellen Sessions (u.a. Brainstorming Session und Global Literacy and Readig Fair) fand ich am interessantesten, weil man dort in direktem Kontakt zu anderen Leuten schnell neue Gesichter kennengelernt hat und in kleinen Arbeitsgruppen gut seine Gedanken austauschen konnte.
  • Ellen Tises Lieblingsformulierung: “in terms of” 😉
  • Gerne hĂ€tte ich mehr Discussion Groups erlebt. Das ist eine Art Vorstufe zur IFLA-Sektion. Ich war nur bei der “New Professionals Discussion Group”, die sich aber nicht sehr von normalen Sessions mit Publikum und VortrĂ€gen unterschieden hat. Mich hĂ€tte einfach mal der Vergleich verschiedener Groups interessiert.

Social events

  • Im Nachhinein hĂ€tte man wirklich mehr aus den social events machen können…
  • Die Opening Session war zu lang, hĂ€tte zum Beispiel um ein paar unangebrachte BeitrĂ€ge wie die Verleihung eines Ehrendoktors gekĂŒrzt werden können.
  • Bitte mehr authentische kulturelle BeitrĂ€ge – nicht nur bei der Opening Session, sondern vor allem auch beim Cultural Evening! 😉
  • Die Closing Session war in vielerlei Hinsicht besser als die Opening Session – was zum Beispiel ihre LĂ€nge, die Musik und die BeitrĂ€ge im Allgemeinen angeht.
  • Die SimultanĂŒbersetzer waren zum Teil ĂŒberfordert, das mĂŒsste eigentlich besser gehen. Zudem gab es vor der Opening Session einen riesigen Stau vor der Ausgabe der Kopfhörer.
  • Fun-Night und kultureller Abend sollten besser außerhalb des KongressgebĂ€udes stattfinden; ein bisschen Abstand tut glaube ich auch mal ganz gut. 😉
  • Weiterer Kritikpunkt: Bei der Party wurden sehr schnell Buffet und weiteres Drumherum weggerĂ€umt, bis nur noch der Dancefloor in einer riesigen leeren Halle ĂŒbrigblieb. Das hat nicht gerade zu einer gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re beigetragen.

Poster Sessions

  • wie immer eine ideale Möglichkeit, um mit vielen Leuten ins GesprĂ€ch zu kommen
  • Die Poster Session Area wurde gut in das Konferenzgeschehen eingebunden.
  • Allerdings hĂ€tte die Aufstellung der PosterwĂ€nde etwas ausgeglichener sein können.

Kongresszentrum

  • Ich habe noch niemals eine dermaßen kalte Klimaanlage ĂŒber die Dauer einer kompletten Konferenz erlebt. Scheinbar konnte man da auch nichts dran Ă€ndern. Jedenfalls habe nicht nur ich eine ErkĂ€ltung davongetragen…
  • Zum Teil musste man als Teilnehmer relativ lange Wege zurĂŒcklegen, und das in einem etwas unĂŒbersichtlichen und verwinkelten Gangsystem.
  • definitiver Pluspunkt: Es gab immer feinen Jazz auf den Toiletten. – Ein Hort der Entspannung und der Ruhe im allgemeinen Konferenzstress. 😉

Verpflegung

  • Vor allem in den ersten Tagen (standing committees) sehr dĂŒrftig. Außer Wasser gab es nicht mal Kaffee. ^^
  • Zum Teil schwankte die Versorgung aber auch von Session zu Session.
  • Das Essen bei den social events war gut, es hĂ€tte aber zum Beispiel bei der Party noch lĂ€nger zur VerfĂŒgung stehen können (siehe oben).

Kontakte

  • Ich habe wirklich viele neue Leute kennengelernt. Mit einigen von ihnen stehe ich auch weiterhin in Kontakt.
  • Vielleicht ergibt sich aus einem der GesprĂ€che sogar ein weiteres sehr interessantes Praktikum fĂŒr mich. DarĂŒber aber spĂ€ter mehr, wenn es soweit ist…

Kontakt zu deutschen Teilnehmern

  • Das Caucus Meeting gibt einen guten Einstieg: Man bekommt eine Übersicht ĂŒber die deutschen Teilnehmer, sieht Gesichter und hört ein paar Namen.
  • Der Empfang des Deutschen Konsulats und des Goethe-Instituts von MontrĂ©al hat mir sehr gut gefallen und gab uns allen eine weitere schöne Gelegenheit, sich innerhalb der deutschen Teilnehmer auszutauschen.
  • fĂŒr mich interessant: Im Verlauf der Konferenz kommt tatsĂ€chlich so etwas wie ein Wir-GefĂŒhl auf, zumindest in manchen Situationen, wenn man zum Beispiel froh ist, ein altbekanntes Gesicht von zu Hause zu sehen, oder wenn man sich wĂ€hrend eines social events auf einmal in einer komplett deutschen Gruppe wiederfindet – auch wenn man die jeweiligen Leute vielleicht noch gar nicht so gut kennt. Klingt eventuell alles komisch, was ich hier schreibe; aber vielleicht versteht ihr es ja.
  • Die IFLA bietet in der Hinsicht natĂŒrlich eine gute Möglichkeit, interessante und wichtige deutsche Kollegen einmal (besser) kennenzulernen. (Vor-)Kontakte sind dabei wie immer sehr hilfreich.

Kontakt zu internationalen Teilnehmern

  • Die Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme ist generell ziemlich niedrig. Es ergaben sich hĂ€ufiger lĂ€ngere interessante GesprĂ€che aus purem Zufall heraus.

spezielle Einsichten eines Newcomers

  • Ohne Visitenkarten fĂŒhlt man sich irgendwie nackig auf so einem Kongress. 😉 Zum GlĂŒck haben meine ausgereicht – ich hatte noch einige von vorigen Konferenzen ĂŒbrig. Auf jeden Fall sollte man lieber zu viele mitnehmen, bevor man sich noch Ă€rgert. Vielleicht trifft man ja noch DIE besondere Person.
  • Ich hatte mir meinen Tagesplan meistens viel zu voll gepackt. Das schafft ja keiner, man braucht auch mal Pausen. Also am besten LĂŒcken fĂŒr’s Bistro lassen. ^^
  • Die ersten Tage mit den ganzen Standing Committees gehen auch ohne Pause durch, wenn man mehrere Sitzungen besuchen möchte. Dieses Problem werden aber nicht so viele Leute haben, weil die meisten eh nur einer bzw. wenigen Sektionen verbunden sind.
  • Wann immer es geht – Leute ansprechen! Die meisten sind sehr offen, vor allem fĂŒr Nachwuchs.
  • Mit konkreten Projekten in der Tasche ist es leichter, an die Leute heranzutreten.
  • Vorkontakte sind ebenfalls sehr hilfreich.

Und zum Abschluss noch eine generelle Tendenz, die mir wirklich hĂ€ufig ĂŒber den Weg gelaufen ist:

  • Die IFLA braucht Nachwuchs. Das hat man nicht nur bei solchen Veranstaltungen wie der Newcomersession oder dem New Professionals Forum gemerkt, sondern auch in diversen weiteren Sessions, persönlichen GesprĂ€chen und einigen Reden im Rahmenprogramm.

Abgesehen von den negativen Punkten, die ich oben genannt habe, ĂŒberwiegen deutlich die positiven Erfahrungen und EindrĂŒcke. Daher lautet meine oberste lesson learned denn auch: Das war nicht meine letzte IFLA – Mailand, ich komme! 😉

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lessons learned – Kanada und QuĂ©bec

Kanada

Flug

  • Jetlag: nur auf dem RĂŒckflug; Hinflug passt ganz wunderbar (als ob man bis um fĂŒnf Uhr morgens durchmacht und dann ordentlich ausschlĂ€ft)

Einreise

  • scheint ganz unterschiedlich streng bzw. locker gehandhabt zu werden; ich hatte zum Beispiel ĂŒberhaupt keine Schwierigkeiten bei der Einreise, andere wurden regelrecht ausgefragt und mussten lange warten.

WĂ€hrung

  • eigentlich logisch… am besten schon ein paar Kanadische Dollars mitbringen (Taxi…)
  • Geld abheben kann man mit VISA und EC, macht man aber am besten mit ner SparCard – dann fallen nĂ€mlich die GebĂŒhren weg (Grenze liegt glaube ich bei zehn Mal Abheben).
  • Umrechnen von CAD in EUR fĂ€llt ein bisschen schwer… 2:3…
  • Das kanadische Kleingeld ist verdammt unĂŒbersichtlich. 😉

Strom

  • Unbedingt einen Adapter fĂŒr die kanadischen Steckdosen mitbringen!

Québec

Stadt

  • eine wirklich sehenswerte, niedliche und ĂŒbersichtliche (Alt-)Stadt, die sehr viele europĂ€ische, vor allem französische ZĂŒge trĂ€gt.
  • starke Höhenunterschiede, also unbedingt auf viele Treppen, steile Straßen und den anschließenden Muskelkater einstellen ^^
  • Mittelpunkt zu jeder Tages-/Nachtzeit ist das beeindruckende ChĂąteau Frontenac.
  • Die Feierlichkeiten zur 400-Jahrfeier sorgen zwar dafĂŒr, dass QuĂ©bec noch voller ist als sonst, trotzdem geben sie dem Ganzen noch einen zusĂ€tzlichen Kick. – Highlight: Le Moulin Ă  images.
  • VerlĂ€sst man den historischen Kern, findet man sich sehr schnell in einer viel amerikanischeren Umgebung wieder (vor allem in der Vorstadt).

Unterkunft

  • fĂŒr Studierende nur zu empfehlen: die Apartments im Studentenwohnheim der UniversitĂ€t QuĂ©bec (les RĂ©sidences Sainte-HĂ©lĂšne) – sehr zentral gelegen und vergleichsweise gĂŒnstig. Man muss unter UmstĂ€nden nur ein bisschen Ausstattung mitbringen.

Einkaufen

  • Preisniveau ist im Großen und Ganzen in Ordnung. Man denkt durch die höheren Dollarzahlen nur immer, dass es so schlimm ist. Es gibt allerdings einige Produkte, die wirklich zu teuer sind, zum Beispiel TiefkĂŒhlpizza.
  • Man findet in QuĂ©bec kein vernĂŒnftiges Grau- oder Schwarzbrot. Stattdessen gibt es eine FĂŒlle von unterschiedlichen Toast-Ă€hnlichen Weißbrotsorten. Sogar Pumpernickelbrot fĂŒhlt sich trotz der typischen Farbe verdĂ€chtig fluffig an. 😉
  • Typisch kanadische Produkte (wie schon beschrieben): Ahornsirup und Cranberries in den verschiedensten Formen und Kombinationen.
  • Es gibt eine große Auswahl an Bier, meistens in großen Dosen (bis zu 1 l) oder Glasflaschen (bis zu 1,5 l).
  • Die eingekauften Lebensmittel werden einem an der Kasse meistens gleich in TĂŒten gepackt, entweder vom Kassierer selbst oder von einer weiteren Hilfskraft.

Gastronomie

  • Trinkgeld und Bezahlung: Das lief die beiden Male, wo wir in einem Restaurant gegessen haben, sehr diskret ab. Trinkgeld liegt bei ca. 15 % der Tischrechnung.
  • Sehr gut gefahren sind wir mit MenĂŒs (sechs bzw. vier GĂ€nge). Da bekommt man gleich einen kleinen Rundumschlag und muss nicht ewig ĂŒber der Karte brĂŒten. Außerdem waren unsere auch vom Preis her in Ordnung.
  • wie auch in anderen TouristenstĂ€dten sehr beliebt: junge, gutausehende Frauen, die versuchen einen von der Straße in die Restaurants zu locken 😉
  • Poutine, eine QuĂ©becer SpezialitĂ€t (Pommes mit Bratensauce und KĂ€se ĂŒberbacken), ist ziemlich gewöhnungsbedĂŒrftig. Ich habe die Hoffnung, dass es sonst besser schmeckt als bei dem Imbiss, wo ich es mir geholt habe. Es ist aber schon ganz schön fett, das Zeug… ^^
  • Ich habe in den zwei Wochen die vielen kleinen Bistros lieben gelernt. Es gab einfach nichts Besseres als sich zwischendurch irgendwo rein- oder auf die Terrasse zu setzen und bei warmem Sandwich, Kuchen und Kaffee zu entspannen.

lohnende AusflĂŒge

  • LĂ©vis: gemĂŒtlicher, leicht verschlafener Ort auf der anderen Seite vom Sankt-Lorenz-Strom; das leckerste Eis ĂŒberhaupt; herrliche Aussicht auf QuĂ©bec; eine sehr spezielle Bibliothek
  • Montmorency Falls: beeindruckende WasserfĂ€lle im Norden QuĂ©becs; auch bei leichtem Regen noch zu empfehlen 😉
  • Wendake: Wenn man mal etwas mehr sehen möchte als die sehr touristifizierten Indianer-SouvenirlĂ€den in QuĂ©bec, sollte man nach Wendake außerhalb der Stadt fahren. Ich war selbst nicht da, habe aber gehört, dass man sehr viel und vor allem Authentisches ĂŒber die Ureinwohner Kanadas erfahren kann.

Sonstiges

Blog

  • Große Erkenntnis: Ein Blog eignet sich ja fĂŒr den Urlaub ganz hervorragend! Zu Hause können alle ein bisschen mitverfolgen, was man so treibt. Und wenn man zurĂŒckkommt, muss man beim Berichten nicht ganz bei Null anfangen. 😉 Nur ein bisschen Zeit muss man sich manchmal nehmen. Auf jeden Fall war dieser Urlaub die ideale Spielwiese fĂŒr mich, was dieses Blog hier angeht.

RĂŒckflug, Koffer, Jetlag

Nach einem ereignisreichen 38-Stunden-Tag und anschließend ĂŒber 14 Stunden Schlaf melde ich mich dann auch mal wieder… 😉

Am Freitag, unserem Abreisetag, war bestes Sommerwetter. Das haben Annabel und ich neben Kofferpacken und Wohnung Putzen auch nochmal genutzt, um eine kleine Runde um den Block zu drehen. Wir hatten allerdings unterschiedliche FlĂŒge, insofern sind wir einzeln und um ein paar Stunden versetzt zum Flughafen gefahren. Auf mein Taxi musste ich leider ein bisschen warten, weil die unsere Straße irgendwie nicht gefunden haben. ^^

Flughafen von Québec

Flughafen von Québec

Ab der Ankunft am Flughafen hat aber alles wunderbar reibungslos geklappt. Ich habe noch viele IFLA-Taschen (mit den dazugehörigen Leuten^^) getroffen und meine letzten Kanadischen Dollars fĂŒr Espresso-/Cranberry-Schokolade mit Ahornsirup, ErdnĂŒssen mit Ahornsirup, Lachs Jerkey und gerĂ€ucherten Lachs mit… *Trommelwirbel*… AHORNSIRUP ausgegeben.

mein Flugzeug von Québec nach Montréal

Flugzeug von Québec nach Montréal

Ich bin wieder mit ner kleinen Propellermaschine nach MontrĂ©al, von dort mit ner riesigen Boeing nach Paris und auf dem letzten TeilstĂŒck mit einer normalen Maschine nach Berlin geflogen. Der Flug nach MontrĂ©al war sehr schön, weil wir eine wirklich gute Aussicht hatten. Auf dem zweiten Abschnitt ĂŒber den Atlantik haben wir durch die Zeitverschiebung sechs Stunden verloren, was zur Folge hatte, dass wir mit einer Ankunft in Paris um sechs Uhr morgens quasi alle um unseren Schlaf gekommen sind. Denn den Flug ĂŒber ist keiner so richtig zur Ruhe gekommen: Es gab wie auch auf dem Hinflug mehrere Male etwas zum Essen und die Filmauswahl war echt schick. Bin zum Beispiel auf diesem Weg mal zu “Kung Fu Panda” gekommen. Super Film, sehr lustig. Irgendwann haben sie dann das Licht in der Kabine ausgemacht, was aber eigentlich nur noch mehr zum Fernsehen animiert hat (jeder hatte nen kleinen Bildschirm im Sitz des Vordermanns). 😉

Nur eine einzige Sache ist schiefgelaufen: Mein Koffer wurde in Paris nicht weitergeleitet. Das habe ich mit ein paar anderen Leuten meines Fluges erst in Berlin bei der GepĂ€ckausgabe erfahren. War im Endeffekt aber auch nicht so schlimm. Erstens ist es mehr als angenehm, keinen schweren Koffer nach Hause schleppen zu mĂŒssen, zweitens haben sie ihn mir mittlerweile (heute Morgen) sogar nach Hause gebracht. Er ist mit der ĂŒbernĂ€chsten Maschine aus Paris gekommen.

Wie schon angedeutet, habe ich nach diesem RĂŒckflug im Gegensatz zur Hinreise mal richtig mitbekommen, was es heißt, Jetlag zu haben. Den gestrigen Tag habe ich eigentlich ganz gut ĂŒberstanden, mit ein paar wenigen Tiefs. Mein innerer Rhythmus ist aber noch nicht wieder hergestellt. Gegen zehn bin ich eingeschlafen, um acht Uhr total gerĂ€dert aufgewacht; dann nochmal bis um eins weitergeschlafen… seitdem laufe ich leicht benebelt durch den Tag. Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis mein Schlafrhythmus in Berlin angekommen ist. Mal sehen, ob sein GepĂ€ck auch in Paris hĂ€ngen bleibt. 😉

Au revoir Québec!

Morgen frĂŒh heißt es Sachen packen und das Taxi zum Flughafen nehmen. Das war es dann fĂŒr dieses Mal hier in QuĂ©bec. Ich hatte eine super Zeit, habe eine wirklich hĂŒbsche Stadt kennengelernt und bin voll von wunderschönen EindrĂŒcken. Außderdem habe ich meine erste IFLA hinter mir, die mir sehr viel Spaß gemacht hat, auf der ich unzĂ€hligen Leuten begegnet bin, inspirierende GesprĂ€che gefĂŒhrt und nĂŒtzliche Kontakte geknĂŒpft habe, haufenweise interessante Erfahrungen und EindrĂŒcke gewonnen habe und auf der ich schließlich eine Art von Konferenz kennenlernen durfte, die ich gerne wieder besuchen möchte – Mailand 2009 steht jedenfalls schon fest in meinem Terminkalender! 😉

Ich werde dieses Blog sicherlich weiterfĂŒhren. Ob es sich mehr in eine Sammelkiste fĂŒr alles Mögliche, auch Privates, ein reines Reiseblog oder in eine nur fachliche Richtung bewegen wird, weiß ich noch nicht. Sicherlich kommen aber zu dieser IFLA noch ein Posting ĂŒber den RĂŒckflug und in den nĂ€chsten Tagen noch eine Fotoreihe bei flickr dazu. Ich hoffe, ihr hattet was von den Berichten und konntet so wenigstens einen kleinen Einblick in den IFLA-Kongress 2008 bekommen.

IFLA, letzter Tag

Letzer IFLA-Tag, letzter richtiger Tag in QuĂ©bec…. ein GlĂŒck ging es mir heute Morgen wieder besser, so dass ich mich nicht erst zur Closing Ceremony, sondern zur morning session ins Kongresszentrum aufgemacht habe, genauer gesagt zur Session “Have we blown up the reference desk? Reference services in virtual worlds” der Sektion “Reference and Information Services.”

Have we blown up the reference desk?

Have we blown up the reference desk?

In vier verschiedenen VortrĂ€gen wurde das Thema aus ganz unterschiedlichen Richtungen bearbeitet. Dabei sind mir einige neue Dinge begegnet, ĂŒber die ich mich unbedingt nochmal schlau machen muss, darunter… 1. Es gibt schon seit mehreren Jahren eine Initiative namens radical reference, die unter anderem eine Art library street workig betreibt; 2. Bei World of Warcraft haben sich mittlerweile Spieler in einer “Librarian Guild” zusammengeschlossen. Da ich WoW selbst mal fĂŒr kurze Zeit gespielt habe, interessiert mich das sehr. Auch Second Life durfte natĂŒrlich nicht fehlen. Nach der Session gab es noch eine kleine Privatdemonstration…

Second Life

Second Life-PrÀsentation

Bis zur Closing Session habe ich erstmal Pause gemacht und bin bei wunderschönem Wetter noch einmal durch die QuĂ©becer Altstadt gezogen, an allen Orten vorbei, die ich in den letzten zwei Wochen so besucht habe. NatĂŒrlich war auch das ChĂąteau Frontenac dabei. 😉

ChĂąteau Frontenac

ChĂąteau Frontenac

Abschließend ging es noch ein letztes Mal ĂŒber die Terrasse Dufferin und die Holztreppen hoch zur alten Zitadelle…

Weg an der alten Zitadelle entlang

Weg an der alten Zitadelle entlang

…bevor es Zeit fĂŒr die Closing Session war, die uns allen im Vergleich zu den Eröffnungsveranstaltungen ganz gut gefallen hat. Zwar wurden bei den Dankesworten unserer Meinung nach einige Leute vergessen (Volunteers, Übersetzer, sonstige Helfer), aber es gab als kulturellen Beitrag ein bisschen klassische Musik, was hier viel runder wirkte als die entsprechenden Performances in der Opening Session. Auch die Reden und Auszeichnungen waren diesmal nicht zu lang und zum Teil ganz unterhaltsam. Übrigens: 2011 wird die IFLA in San Juan, Puerto Rico ausgetragen. RĂŒhrend war der Autritt der Vertreterin des Landes, die ihre FreudentrĂ€nen mehrere Male nicht zurĂŒckhalten konnte. 😉 Aufgelockert wurde die Veranstaltung auch durch die beiden Filme, die auf die nĂ€chste IFLA in Mailand und eben auf Puerto Rico einstimmen sollten. So lĂ€sst es sich doch leben… QuĂ©bec, Mailand, Brisbane, San Juan… ^^

Closing Session

Closing Session

Abends haben wir es uns erst mit einem leckeren 4-GĂ€nge-MenĂŒ noch einmal richtig gut gehen lassen, bevor wir gerade noch rechzeitig im Alten Hafen angekommen sind, um die Moulin Ă  images zu sehen (ich nun zum dritten Mal^^). Schöner kann man einen Aufenthalt in QuĂ©bec glaube ich zur Zeit nicht ausklingen lassen.

next level cooking

MolekularkĂŒche – völlig ĂŒberschĂ€tzt!… Garen bei Niedrigtemperatur – Schnee von gestern!…… Wir haben ein schickes Einzimmer-Appartment im Studentenwohnheim der UniversitĂ€t von QuĂ©bec mit zwei Schlafzimmern, Bad und sogar einer KĂŒche. Einziger Haken: Es fehlt sĂ€mtliches KochgerĂ€t. Das wussten wir glĂŒcklicherweise schon vorher, deshalb habe ich neben Besteck und Teller in Weiser Voraussicht auch eine Pfanne mitgenommen. Da wir außer ihr nichts anderes zum Kochen haben, muss sie jetzt fĂŒr alles mögliche herhalten. So hat sie sich in den letzten eineinhalb Wochen zu einem richtigen Multifunktionswunder hochgearbeitet, mit dem man nicht nur pfannentypische Gerichte zubereitet, sondern auch Teewasser erhitzt oder Nudeln kocht… Wer kann schon von sich behaupten, er habe Nudeln in einer Pfanne gekocht? 😉

next level cooking

next level cooking