Category Archives: reise

Impressions from Latvia

In mid-October, I had the great chance to travel to Riga and to visit friends from the Latvian New Professionals. During the four days, we got around the beautiful city of Riga, and enjoyed a lot of good food and Latvian beer. Of course, there was time to visit some libraries like the National Library of Latvia, the Riga Central Public Library, and the public library in Koknese.Being in Latvia for my first time, I was very happy to get to see parts of its countryside as well. Besides a long stroll along the beach of Jurmala, the most impressive experience for me was the amazingly beautiful autumn scenery in Koknese. Here you can find more pictures of this trip.

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IFLA Headquarter und IT-Arbeitstreffen – Eindrücke aus Den Haag

Wenn ihr schon immer einmal wissen wolltet, wie es im IFLA Headquarter in Den Haag aussieht, dann werft gerne einen Blick auf diesen Bericht im Blog der New Professionals Special Interest Group. Er fasst ein sehr interessantes Arbeitstreffen zusammen, in dem es Anfang Februar darum ging, die zukünftigen Online-Angebote der IFLA mitzugestalten. Die Belange  der New Professionals wurden dabei glücklicherweise auch sehr gut berücksichtigt.

auf dem Weg ins IFLA Headquarter...

auf dem Weg ins IFLA Headquarter...

Ein langes Wochendende in Oxford, Stonehenge und London: Über Harry Potter, süchtig machende Fleischpasteten und jede Menge Bibliotheken

Am vergangenen Wochenende hatte ich die schöne Gelegenheit, eine Freundin in Oxford zu besuchen. Obwohl sich das Wetter mit viel Regen leider eher von seiner typisch britischen Seite zeigte, habe ich doch eine Menge Sightseeing gemacht und dabei auch die ein oder andere Bibliothek besucht. Am Sonntag und Montag war noch Zeit für Tagesausflüge nach Stonehenge und London. Von dem ganzen Touristenprogramm mal abgesehen hat mich auch das Essen ziemlich begeistert, aber dazu später mehr… ;)

Oxford – “a bookish kind of place”

Bei dem Namen “Oxford” denken die meisten wahrscheinlich als erstes an die weltbekannte Universität dort und an die Rivalität dieser zur University of Cambridge. Wenn man in Oxford unterwegs ist, merkt man alleine durch das Stadtbild tatsächlich an allen Ecken und Enden, dass man sich in einer Universitätsstadt aufhält: Denn Studieren in Oxford heißt nicht nur, an der University of Oxford eingeschrieben zu sein, sondern gleichzeitig Mitglied an einem von insgesamt 38 Colleges zu werden, die sich alle über die Stadt verteilen. Da diese Colleges in der Regel über sehr viel Geld und eine Jahrhunderte alte Geschichte verfügen, residieren sie in entsprechend prunkvollen Gebäudekomplexen mit eigenen Wohnhäusern, Bibliotheken sowie durch ihren häufig klerikalen Hintergrund auch Kirchen und Klostergängen. Verbunden mit einer starken Tradition und vielen Ritualen aus früheren Zeiten (+ Kleidungskodex, Wappen usw.) mag einem das zwar manchmal als etwas abgehoben erscheinen – oder wie der Lonely Planet an einer Stelle augenzwinkernd kommentiert:

Oxford is a conservative, bookish kind of place where intellectual ideals are the common currency and pursuit of excellence the holy grail.

Aber auf der anderen Seite macht es auch viel Spaß, diese besondere Umgebung zu erkunden und die Atmosphäre der Colleges auf sich wirken zu lassen. Normalerweise dürfen nur Studenten das Gelände und die Einrichtungen der Colleges betreten. Wenn man jedoch altersmäßig nicht ganz aus dem Rahmen fällt und sich nicht allzu touristisch verhält, kann man durchaus mal einen Blick ins Innere riskieren, ohne gleich vom Pförtner zurückgerufen zu werden… ;)

Christ Church College – Auf den Spuren von Harry Potter und Alice im Wunderland

Eines der wohlhabendsten seiner Art ist das Christ Church College, dessen riesige Anlage man gegen Eintritt sogar ganz offiziell besuchen kann. ^^ Highlights des Rundgangs sind die Christ Church Cathedral und der Speisesaal des Colleges.

Christ Church Cathedral

Christ Church Cathedral

Während die Kathedrale als Kirche des Bistums Oxford fungiert und das Zu Hause des berühmten Christ Church Cathedral Choir ist, kommen gerade in den letzten Jahren haufenweise Besucher, um sich die Dining Hall des Colleges anzugucken. Auf genau diese geht nämlich der Speisesaal aus Hogwarts in sämtlichen Harry Potter-Filmen zurück… Continue reading

Washington-Nachlese: Sightseeing und Kulinarisches

Am Anfang war die Kirschblüte…

Mein erster Sonntag in D. C. bestand gleich aus ganz viel Sightseeing. Bei schönstem Frühlingswetter ging es zur National Mall und zum West Potomac Park, dem Areal, das  sich grob gesagt zwischen Kapitol und Lincoln Memorial erstreckt und in dem es vor Denkmälern und Erinnerungsstätten nur so wimmelt. Doch Hauptgrund für unseren Besuch war das National Cherry Blossom Festival: Jedes Jahr um diese Zeit stehen dort rund um das Tidal Basin (künstlicher See) weit über 6000 japanische Kirschbäume in voller Blüte.

cherry blossom - Blütenteppich

cherry blossom - Blütendach

Diese enorme Zahl geht zu einem Großteil auf ein Geschenk des Tokyoter Bürgermeisters an Washington D. C. aus dem Jahre 1912 zurück. Seit 1935 findet das Festival nun schon statt und zieht jährlich Massen an Menschen in die Stadt (zweitgrößtes Ereignis nach dem Independance Day). Es lohnt sich aber auch – an manchen Stellen ist das Blütendach so dicht, dass man nicht mal den Himmel sehen kann! Sieht auf der anderen Seite auch ein bisschen wie Schnee aus. Continue reading

Washington-Nachlese: Background und Praktikum

Lange ist es her… Wo ich in New York keine Internetverbindung hatte, fehlte mir in Washington angesichts wunderschönen Wetters und eines vollen Programmes einfach die Zeit zum Bloggen. Die erste Woche in Berlin musste ich mich erstmal wieder einleben. ^^ Dafür kommt jetzt in mehreren Abschnitten der große Nachbericht mit allem, was bislang warten musste… viel Spaß damit.

Background: IFLA 2008

Das Praktikum in der Library of Congress (LoC) wäre niemals zustande gekommen, hätte ich nicht im letzten Jahr am IFLA-Kongress in Québec teilgenommen. Dort saß ich während einer der interaktiven Sessions zufällig mit Jerry Mansfield (Chair der Government Libraries Section) an einem Tisch.Bei der Poster Session im Anschluss kamen wir etwas intensiver ins Gespräch, ich erzählte ihm von meinen New York-Plänen und er bot mir spontan an, zu einem weiteren Praktikum nach Washginton zu kommen.

Jerry arbeitet innerhalb der LoC im Congressional Research Service (CRS), der direkt und ausschließlich dem Kongress zur Verfügung steht. Da ich am meisten an Musikbibliotheken interessiert bin, vermittelte er mich für das Praktikum an die Musikabteilung der LoC weiter.

Jerry und ich vor dem Kapitol

Jerry und ich vor dem Kapitol

Um eine Unterkunft musste ich mich zum Glück nicht kümmern. Die zwei Wochen über kam ich bei Jerry und seiner Familie unter, die in einem großen Haus mit Terrasse und Garten in einem ruhigen Vorort von D.C. leben – nach dem eher hektischen New York mit Studentenwohnheim-Flair geradezu paradiesisch. ;-) Continue reading

Praktikumsstart – ein großes Frühstück und viel Umstrukturierung

Die ersten Tage hier waren doch ziemlich anstrengend. Das habe ich spätestens vorgestern gemerkt, als ich mich nach Arbeit und Abendessen um sieben für ein kurzes Nickerchen ins Bett legen wollte und dann fast ohne Unterbrechung bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen habe. Also habe ich doch nichts mehr gebloggt, war dafür aber wirklich gut ausgeschlafen. ;-) Hinzu kommt, dass das WLAN im Kolping House manchmal leider kaum zu gebrauchen ist, daher gestern kein weiterer Eintrag… so viel zu meiner Blogabstinenz.

Das Praktikum ist gut angelaufen. Gleich am ersten Tag kamen gegen zehn Uhr alle Mitarbeiter der New York Public Library for the Performing Arts zu einem großen staff meeting zusammen. Jeder hatte was zum Essen oder zu Trinken mitgebracht und in lockerer Atmosphäre machten sich alle erstmal ans Frühstücken, gegenseitige Austauschen von Neuigkeiten usw. Nachdem einige Mitarbeiter für ihre Dienstjubiläen ausgezeichnet worden waren und die Geburtstagskinder der letzten Monate ihr Ständchen bekommen hatten, ^^ ging es ums Alltagsgeschäft und alles Mögliche wurde angesprochen und bekanntgegeben (solche Treffen finden nur alle paar Monate statt). Das Haus steckt, wie ich in den folgenden Tagen von meinem Praktikumsbeauftragen Bob Kosovsky auch nochmal hörte, gerade in einem größeren Umbruch. Dahinter steckt eine generelle Reorganisation der New York Public Library, die auch schon seit Längerem im Gange ist. Die Hauptrolle dabei spielt eine organisatorische Zusammenführung der Research Libraries und der Branch Libraries (Überblick) unter dem neuen Label oneNYPL. Davon ist insbesondere die NYPL for the Performing Arts als eine der vier Research Libraries betroffen, da sie neben ihrer Research Collection auch die Circulating Collections beherbergt, die den Branch Libraries zugerechnet werden. Innerhalb des Hauses ist dieser Prozess ganz konkret mit dem Verlagern einzelner Abteilungen in andere Stockwerke und wahrscheinlich auch dem Verknappen von Ressourcen (Personal, Budget) verbunden. Daher steht man dem Ganzen, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, etwas besorgt gegenüber. Mal sehen, was ich im Laufe des Praktikums noch von den anderen Mitarbeitern dazu höre. Die Umstrukturierung macht sich zum Beispiel auch auf OPAC-Ebene bemerkbar, auf der bis Anfang Juni ein einheitliches System implementiert wird, welches die beiden bisherigen LEO (branches) und CATNYP (research) unter einer neuen Oberfläche zusammenführen soll. Und was das bei einem solch riesigen System wie dem der NYPL für einen organisatorischen Aufwand bedeutet, kann sich glaube ich jeder vorstellen. Es ist also zur Zeit eine Menge los hier. Ansonsten gab es bisher zum Kennenlernen natürlich ein paar Rundgänge durchs Haus. Meine erste Aufgabe habe ich auch schon: Ich beschäftige ich mich mit einem Singer’s Journal, das Ende des 19. Jahrhunderts in New York publiziert worden ist. Doch Näheres dazu gibt es später… jetzt ist nämlich Zeit zum Frühstücken: mein onion bagel mit olive cream cheese und ein großer Kaffee rufen… ;-)

New York und das “Wow-Gefühl” des ersten Tages

Wenn man – so heißt es immer – New York das erste Mal in seinem Leben betritt, sei das ein ganz besonderer Moment, verbunden mit überwältigenden Gefühlen und einem gewissen Wow-Effekt. So saß ich denn gestern Mittag voller Vorfreude im Taxi, das mich von Newark in Richtung Manhattan brachte. Die beiden Flüge (Umsteigen in London Heathrow) waren sehr angenehm gewesen und auch die Grenzkontrolle hatte ich mir viel komplizierter vorgestellt als sie letztendlich abgelaufen war. Das Taxi war eigentlich gar kein richtiges Taxi, sondern ein Gruppenfahrservice in Form eines dicken amerikanischen Vans: Von allen drei New Yorker Flughäfen aus fahren diese blauen Super Shuttles immer gleich mehrere Personen auf einmal nach New York City und liefern diese nacheinander vor ihren Hostels und anderen Unterkünften ab. Das ist nicht nur lustiger als alleine in einem normalen Taxi zu sitzen, sondern verschafft einem gleich noch eine erste Stadtrundfahrt. Außerdem bekamen wir zur Mittagszeit einen guten Eindruck von dem zähfließenden Verkehr und der Masse an Taxis (diesmal meine ich die richtigen^^) in den Straßen der Stadt – inklusive waghalsiger Überholmanöver im Minutentakt. ;-)

Doch zurück zu dem überwältigenden Gefühlen beim Einfahren in die Stadt… ich muss zugeben, dass ich davon im ersten Moment ein bisschen enttäuscht war. Natürlich freute ich mich total, als sich die Silhouetten der Wolkenkratzer nach und nach in der Ferne abzeichneten und ich von Weitem schon die ein oder andere Sehenswürdigkeit erkennen konnte. Aber irgendwie hatte ich mir das nach den ganzen Erzählungen um einiges beeindruckender vorgestellt. Im Nachhinein glaube ich, dass es an der Richtung lag, aus der ich gekommen bin. Wenn man New York nämlich über Brooklyn Bridge oder Grand Central Terminal betritt, ist das etwas ganz anderes. Davon konnte ich mich bei Letzterem am frühen Abend selbst überzeugen, denn da war es plötzlich, dieses Wow-Gefühl…

Grand Central Station

Grand Central Station

Obwohl schon seit mehr als 22 Stunden auf den Beinen und mittlerweile reichlich müde, machte ich mich von dort aus zu Fuß auf den Weg und schlenderte durch die Straßen, von dem Gefühl begeistert in New York zu sein. Und es gab bei sternklarer Nacht auch an fast jeder Ecke irgendetwas Besonderes zu sehen.

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